TODESFALLE AM MILL CREEK (THE FINAL TERROR, USA, 1983, Regie: Andrew Davis)
Ein paar junge Waldarbeiter und ihre Freundinnen brechen in die Natur auf, um ein Flussbett aufzuräumen. Als einer der Freunde das Zeitliche segnet, wird klar, dass hier jemand Jagd auf Menschen macht.
Regisseur Andrew Davis treibt sich hier noch in spannenden Natur-Horrorgefilde herum, bevor er sich dem Actionkino mit Filmen wie CUSACK (1985), NICO (1988) und ALARMSTUFE ROT (1992) widmete. Dass er sich hier in einem vertrauten Backwood-Sumpf a la DELIVERANCE (1972), RITUALS (1977) oder JUST BEFORE DAWN (1981) tummelt, ist dabei egal, denn sein Beitrag muss sich nicht verstecken, auch wenn er nichts Neues bietet. Was allerdings schnell auffällt: die sehr unsympathischen Figuren, die hier in die Wälder aufbrechen. Bis auf Daryl Hannah als Windy ist mir hier bewusst kein anderer Bekannter begegnet. Wie schon in den genannten Vorbildern gelingt auch eine Sache besonders gut: die Wald-Atmosphäre und die damit verbundene Isolation von der Außenwelt einzufangen. Aber Wälder sind gnädig, und wenn man einen guten Kameramann an Bord hat, ist die halbe Miete drin. In diesem Fall hat Andrew Davis nicht nur die Regie, sondern auch die Kamera geführt. Passend zur Abgeschiedenheit darf natürlich auch ein Lagerfeuer mit entsprechenden Geschichten nicht fehlen, um die Stimmung aufrecht zu erhalten, was gelungen ist, wie auch der Score von Susan Justin, die sich für mich mit dem Score zu FORBIDDEN WORLD (1982) unsterblich gemacht hat.
TODESFALLE AM MILL CREEK ist frei von Innovationen, bietet aber sehr soliden, spannend inszenierten Backwood-Horror mit Abenteuer-Stimmung.
(Bjoern Candidus)
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