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Jennifer’s Shadow, 2004 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

JENNIFER‘S SHADOW – TÖDLICHER FLUCH
(CHRONICLE OF THE RAVEN, Argentinien, USA, 2004, Regie: Daniel De La Vega, Pablo Parés)

Nachdem Jennifers Zwillingsschwester gestorben ist, reist sie von den USA nach Argentinien, genauer nach Buenos Aires, um die alte Familienvilla zu verkaufen. Dumm nur, dass ihre Großmutter Mary Ellen, die zusammen mit ihrer Schwester Emma in der Villa wohnt, ein Problem damit hat. Auch Jennifer hat Probleme: seit ihrer Ankunft wird sie von grausamen Träumen heimgesucht, in denen sich ein Rabe durch ihren Bauch in die Freiheit frisst. Sie gerät in einen Strudel mysteriöser Familiengeheimnisse…

Die argentinisch-us-amerikanische Co-Produktion, die unter der Regie von Daniel De La Vega und Pablo Parés entstand, ist ein durchaus sehenswerter Mystery-Horrorfilm, der gerade für Freunde der ruhigeren Gangart interessant sein könnte. Nach einer düsteren Alptraum-Eröffnungs-Sequenz mit Gothic-Horror-Ambiente schaltet der Film einen paar Gänge zurück und lässt mit einem schwermütigen Score von Micha Liberman die Hauptdarstellerin Gina Philips (JEEPERS CREEPERS, 2001) als Jennifer Cassi anreisen. Diese machte eine gute Figur, ebenso Fay Dunaway als ihre Oma, die noch ganz gut aussieht, berücksichtig man die künstlichen Bauteile und die gespannte Gesichtshaut. Der Film nimmt sich viel Zeit, baut Spannung durch langsame Szenen auf und tränkt die Bilder in viel Schwarz. Die alte Villa mit ihrem Eisenzaun verstrahlt stets eine unheimliche Aura. Da der Film in Argentinien gedreht wurde, erweckt er immer wieder das Gefühl, man befände sich im Horrorkino der Spanier oder Italiener. Positiv zu erwähnen sei auch auch, dass der Film selten nach einer Produktion von 2004 aussieht, eher versprüht er ein 90er-Jahre-Feeling, was sehr angenehm ist. Die Raben-Thematik und die ganze familiäre Verstrickung erinnert natürlich an Edgar Allan Poe, was als Hommage durchaus gelungen ist. Die Story ist manchmal etwas konfus, hin und wieder gibt es auch ein paar zähe Momente, aber visuell bleibt man hier kontinuierlich auf einer Linie.

JENNIFER‘S SHADOW – TÖDLICHER FLUCH ist eine nette Entdeckung, bei dem Freunde von Poe, Gothic- und Okkult-Horrorfilmen durchaus ein Blick riskieren dürfen.

(Bjoern Candidus)

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