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Sister, Sister, 1987 – ★★★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

DAS HOTEL IM TODESMOOR
(SISTER, SISTER, USA, 1987, Regie: Bill Condon)

Die beiden Schwestern Lucy und Charlotte Bonnard besitzen ein Hotel in den Everglades in Florida. Unter einer Reihe von neuen Gästen ist auch Matt Rutledge, der schnell Aufmerksamkeit von Lucy bekommt, die den jungen Mann ziemlich anziehend findet. Doch in der Vergangenheit der zwei Schwestern gibt es ein düsteres Geheimnis, was sich den Weg in die Gegenwart gräbt. Die anfänglich gute Stimmung unter den neuen Gästen kippt, als ein Hund ermordet wird. Doch das ist erst der Anfang…

Regisseur Bill Condon (CANDYMAN 2, 1995) hat hier einen ordentlichen Psycho-Thriller geschaffen, der nicht nur durch die Story und die Darsteller, sondern vor allem durch seine dichte Atmosphäre zu packen weiß. Die nebeldurchzogenen Sümpfe von Florida wirken gespenstisch und bergen natürlich(e) Gefahren, wie z.B. Alligatoren. Und so ist die kleine JAWS-Reminiszenz mit einer dieser Panzerechsen, die hier auf einen wartet, eine feine Sache. Von Anfang an liegt eine Gefühl von Unheil über den Bildern, und wenn die vielen kruden, undurchschaubaren Figuren im Hotel aufeinandertreffen, weiß man, dass es hier nur eskalieren kann. Mit Eric Stolz, Jennifer Jason Leigh, Judith Ivey, Benjamin Mouton und Dennis Lipscomb darf man sich auf fähige Leute freuen. Wenn der Dauerregen und das Gewitter einsetzt, verstärkt sich das Gefühl der Gefangenschaft und Isolation in dem abgeschiedenen Hotel in den Sümpfen. Das schummrige, gelbliche Licht, ergänzt mit Kerzenlicht, sorgt für eine gespenstische Stimmung, die deutlich in Richtung Gothic-Horror tendieren, was auch in den Rückblick-Sequenzen erkenntlich wird. Der Score von Richard Einhorn rundet das Ganze ab.

DAS HOTEL IM TODESMOOR ist eine spannend inszenierte Mischung aus Psycho-Thriller, Liebes-Drama und Horrorfilm, die für 1987 frisch und modern wirkt und schon ein bisschen die 90er-Jahre durchblicken lässt.

(Bjoern Candidus)

←The Strange Case of Dr. Jekyll and Miss Osbourne, 1981 – ★★★★
Witch Story, 1989 – ★★½→

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