DIE SAAT DES TODES
(THE GARDENER, USA, 1974, Regie: James H. Kay)
Das gut betuchte Ehepaar Bennett hat ein riesiges Anwesen mit weitläufigem Garten. Ellen möchte diesen aber noch viel schöner gestalten lassen und stellt neben ihrem alten Gärtner noch den adonisgleichen Carl ein. Dieser verwandelt ihren Garten in Kürze in ein Paradis, doch dann geschehen merkwürdige Dinge…
James H. Kay, der hier seine einzige Regiearbeit ablieferte, steckt
den einzigartigen Joe Dallesandro in die Rolle eines ominösen Gärtners mit besonders grünem Daumen. Wenn er mit nacktem Oberkörper (am Ende ist er sogar ganz nackt) durch den knallbunten Garten schlendert, glaubt man sich fast in einem Traum zu befinden.
Überhaupt zieht sich etwas Surreales durch den Film, was einen einweben kann, wenn man sich darauf einzulassen möchte. Leider fährt Kay aber auch viel Geschwätzigkeit auf, die manchmal etwas ermüdend wirkt. Man tritt immer wieder auf der Stelle, wird dann aber wieder mit etwas Merkwürdigem befriedigt. Action sollte man freilich nicht erwarten, genauso wenig ein Blutbad oder ausufernde Gewalt. Stattdessen bekommt man eine mysteriöse Geschichte mit einer schönen Pflanzenwelt geboten, dazu passende Darsteller. Schauspielerisch darf man von Joe Dallesandro nicht viel erwarten, aber er muss auch nicht viel tun, um zu wirken; er hat stets eine tolle Präsenz von Natur aus. Katherine Houghton verfällt als Ellen Bennett dem Gärtner, während ihre Freundin Helena von Rita Gam dargestellt wird.
DIE SAAT DES TODES ist ein höchst sonderbarer Film aus dem überschaubaren Bereich des Pflanzen-Horrorfilms. Viele werden sicherlich keinen Gefallen daran finden, aber Freunde von Filmen mit sonderbarem Geschmack können einen Blick riskieren. Und Freunde von Joe Dallesandro sowieso.
(Bjoern Candidus)
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