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Children Shouldn’t Play with Dead Things, 1972 – ★★½

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

CHILDREN SHOULDN’T PLAY WITH DEAD THINGS
(USA, 1972, Regie: Bob Clark)

Alan, der Kopf einer Theatergruppe, begibt sich mit seinen Kollegen auf eine Insel vor Miami, wo sie auf einem alten Friedhof eine Leiche ausbuddeln, die sie mittels eines Zauberbuches zu neuen Leben erwecken wollen. Anfangs ohne Erfolg, doch es dauert nicht lange, bis sich die Toten in ihren Gräbern gestört fühlen und nach den Lebenden greifen.

Bob Clarks (und Alan Ormsbys) erster Horrorfilm verrät bereits, dass er dichte Stimmungen heraufbeschwören kann. Schon mit seinen nachfolgenden Filmen, DEAD OF NIGHT (1974) und BLACK CHRISTMAS (1974) perfektionierte er diesen düsteren Ton. Inhaltlich ist CHILDREN SHOULDN’T PLAY WITH DEAD THINGS allerdings einfacher und vor allem lockerer strukturiert. Wer für diesen Zombiefilm Pate stand, dürfte klar sein: George A. Romero. Doch Clark greift auch auf das klassische Thema zurück. WHITE ZOMBIE (1932) trifft auf NIGHT OF THE LIVING DEAD (1968) mit einem Touch William Grefe, könnte man vereinfacht sagen. Mittels eines Zauberbuches werden hier die Toten durch eine Handvoll Lebender aufgeweckt, was gleich Erinnerungen an den neun Jahre später entstandenen EVIL DEAD weckt. Auch dort ist man in der Abgeschiedenheit der Natur unterwegs. Hier ist man mitten in der Nacht auf einer Insel in vor Miami. Strand, Palmen, ein alter Friedhof und eine Hütte sorgen für gespenstische Stimmung. Wenn die hippieartigen Damen und Herren mit ihren Theatergruppen-Guru Alan (dargestellt von Alan Ormsby) aufmarschieren wird es bunt. Dadurch sorgt man nicht gerade dafür, dass die Spannung aufrechterhalten wird. Alan spielt sich auf wie ein Charles Manson für die Schul-Theater-AG, und seine Schäfchen folgen ihm auch noch dumm. Kennt man. Bei der Zeichnung der nervigen Figuren hält sich Clark zu lange auf, was manchmal zu einer Ödnis führt, aber immerhin vergisst er auch dabei nie die Atmosphäre, die auch hier schon musikalisch von Carl Zittrer (DEAD OF NIGHT / BLACK CHRISTMAS) unterstützt wird. Und wenn einmal auf Zombie-Terror gestellt wird, darf man sich an billigem, aber durchaus effektivem Zombie-Make-up erfreuen, was zum Rest dieses horrorcomicartigen Films passt.

Eine Handvoll Idioten, Lagerfeuerromantik auf einer Insel, okkulte Spielereien und ein Boden voller Tote, die sich dann im letzten Drittel aus der Erde erheben, machen CHILDREN SHOULDN’T PLAY WITH DEAD THINGS nicht gerade zu einem Feuerwerk der Innovation. Dennoch ist Clark ein ansehnlicher, früher Beitrag der Zombiewelle gelungen, die zu dieser Zeit noch gar nicht so groß im Gange war, schließlich folgte DAWN OF THE DEAD (1978) erst sechs Jahre später. Interessant ist auch eine Gewisse Nähe zu WOODOO – SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES (1979), die einem hier besonders am Ende auffallen dürfte.

(Bjoern Candidus)

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