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They Came from Beyond Space, 1967 – ★½

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

SIE KAMEN VON JENSEITS DER STERNE
(THEY CAME FROM BEYOND SPACE, GB, 1967, Regie: Freddie Francis)

Nachdem einige Meteoriten auf eine Farm gefallen sind, macht sich eine Seuche breit, die in kurzer Zeit erste Tote verursacht. Doch die exakte Anordnung der Meteoriten an der Absturzstelle lässt darauf schließen, dass es sich möglicherweise um einen außerirdischen Kontakt handelt, der absichtlich herbeigeführt wurde. Das Militär riegelt die Farm und das Land drumherum ab. Irgendetwas Sonderbares geht da draußen vor, und der Astronom Curtis Temple soll für Aufklärung sorgen.

Regisseur und Kameramann Freddie Francis ist meistens ein Garant für gute Unterhaltung. Als Regisseur konnte er mich z.B. mit HAUS DES GRAUENS (1963), DIE TODESKARTEN DES DR. SCHRECK (1965) und DRACULAS RÜCKKEHR (1968) überzeugen, als Kameramann fotografierte er sich mit SCHLOSS DES SCHRECKS (1961) und DER WÜSTENPLANET (1984) in mein Herz. Einen Oscar kassierte er für seine Kameraarbeit in SÖHNE UND LIEBHABER (1960) und GLORY (1989).

Mit SIE KAMEN VON JENSEITS DER STERNE, ein weiterer Film, den er für Milton Subotskys Amicus-Filmschmiede inszenierte, hatte er kein glückliches Händchen. Obwohl der Film unheimlich startet, wenn man merkwürdiges Geräusch und sonderbar angeordnete Flugobjekte am Himmel sieht, die sich als Meteoriten herausstellen, die im ländlichen England herunter gehen, kann Francis diese Stimmung im weiteren Verlauf nur selten fortsetzen. Auf das Dorf, die Landhäuser und die ländliche Naturkulisse, die dem Freund des britischen Horrorkinos jener Tage vertraut ist, muss trotzdem nicht verzichtet werden. Man fühlt sich Zuhause, dafür sorgt Francis und Kameramann Norman Warwick, und auch die Miniaturmodelle samt Landschaften sind ansehnlich inszeniert und verbreiten einen angenehmen Charme. Doch leider vergisst Francis die Spannung und serviert stattdessen eine Handvoll unsympathischer Figuren, die durch eine halbgare Story stampfen, die sowohl das Invasions-Kino eines INVASION VOM MARS (1953) als auch das Paranoia-Thema von DIE DÄMONISCHEN (1956) aufgreift und mit Seuchen-Katastrophenfilm-Elementen kombiniert. Man hat hier eindeutig den Mund zu voll genommen. Nichts funktioniert und wenn, nur in Ansätzen, die dann schnell ins Nichts zerlaufen. Lovecrafts „Die Farbe aus dem All“ ist zu erkennen, auch das Blut, was aus den Hautporen der Infizierten läuft, bietet Ansätze, aber alles wird immer wieder zerschlagen von Hauptdarsteller Robert Hutton als Dr. Curtis Temple, der sich steif wie ein Brett durch die krude Story bewegt und auf ebenso öde Figuren trifft. Nicht mal Michael Gough kann hier irgendwas retten, aber der hält sich sowieso bis zum Ende verdeckt. Der unpassende Score von James Stevens ist ein zusätzliches Ärgernis.

SIE KAMEN VON JENSEITS DER STERNE ist ein wirrer Scifi-Invasions-Virus-Mix, der sich gerade noch mit seiner britischen Atmosphäre über Wasser halten kann.

(Bjoern Candidus)

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