BATMAN: THE LONG HALLOWEEN 1 / 2
(USA, 2021, Regie: Chris Palmer)
Korruption, Erpressung und Mord gehören in Gotham City zum alltäglichen Geschäft, und besonders zum Geschäft des „Römers“ Carmine Falcone. Doch als sein Neffe Johnny Viti an Halloween getötet wird, beginnt eine neue Zeitrechnung für Falcone. Ein Serienkiller ist in der Stadt, der sich schnell zum Holiday-Killer bekannt macht, nachdem am er an Thanksgiving einen weiteren Mord verübt. Gleichzeitig bekommt Falcone Gegenwind von Batman, Catwoman, Polizei-Captain Jim Gordon und Staatsanwalt Harvey Dent, die ihn endgültig stürzen wollen.
Chris Palmer hat hier den gleichnamigen Comic aus den Jahren 1996/1997 als Animationsfilm inszeniert. Da ich diesen Comic noch nicht kenne, kann ich auf die inhaltlichen Unterschiede, die es wohl gibt, nicht eingehen. Aber es geht ja auch um den Film, und dieser hat mich ziemlich beeindruckt. Mit gut 170 Minuten Spielzeit ist der Zweiteiler enorm lang, wusste mich aber durchgehend zu unterhalten.
Von Beginn an ist die Atmosphäre dicht und erinnert an das Film-Noir-Krimi-Kino der 1940er/50er-Jahre, was natürlich perfekt zu einer Stadt wie Gotham City passt. Auch die jeweiligen Feste sorgen für Stimmung. Die Bildkomposition mit ihren Farben, Schatten- und Lichtsetzungen in den Zeichnungen ist phantastisch. Zeichentrick wie er sein. Die zahlreichen Figuren, die man aus dem reichhaltigen BATMAN-Universum kennt, wurden glänzend inszeniert und in Bewegung gesetzt. Man konzentriert sich auf die Charaktere, auf die Dialoge und die spannende Geschichte.
Sehr lobenswert ist auch der Gewaltgrad, den man im familientauglichen BATMAN-Kinouniversum selten so erlebt wie hier oder z.B. in THE KILLING JOKE (2016).
BATMAN: THE LONG HALLOWEEN ist ein rabenschwarzer Trip durch Gotham City und durch gestörte Seelen, der inhaltlich wie visuell auf hohem Niveau unterwegs ist.
(Bjoern Candidus)
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