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The Son of the Sheik, 1978 – ★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

DER SUPERBULLE RÄUMT DIE WÜSTE AUF
(IL FIGLIO DELLO SCEICCO, Italien, 1978, Regie: Bruno Corbucci)

Auch wenn es der deutsche Titel und die Synchronisation suggeriert, handelt es sich nicht um einen weiteren Film aus Bruno Cobuccis Reihe um Superbulle Tony Marroni (Nico Giraldi im Original), sondern Tomás Miliáns Charakter heißt hier eigentlich Luigi Panacchioni, und der verhaftet niemanden, sondern möchte sich in Rom um seine Tankstelle kümmern, und dafür braucht er Geld. Zur gleichen Zeit kommt es in einem persischen Emirat zu Streitigkeiten im Ölgeschäft. Ein Scheich benötigt ganz dringend einen Erben. Und wie ist der Zufall will, wird dieser in Marroni / Panacchioni gefunden. Sehr zum Leidwesen der anderen Ölkonzerne. Um den Erben auszuschalten schickt man Hamilton Burger, der sich stets selbstüberschätzt.

Tomás Milián sieht optisch mal wieder aus wie in den meisten Filmen, die er mit Bruno Corbucci gedreht hat. Eine hässliche Strickmütze thront stets auf seinem Lockenkopf, was es noch einfacher macht, diesen Teil als einen Film der Nico Giraldi-, bzw. Tony Marroni – Reihe zu betrachten, der er nunmal nicht ist. Sein ganzes Verhalten weicht nicht groß ab und ist durchzogen von Slapstick und Sprüchen, wie man sie von ihm kennt. Das Ganze kann manchmal ziemlich nervig werden, besonders dann, wenn die Story nicht zündet. Hier zündet weder die Story noch die Figuren, aber noch viel weniger der Humor. Am schlimmsten ist Bo Svenson als Hamilton Burger, dessen Charakter einfach nur grauenhaft überzogen ist.

Die Inszenierung hält nicht still. Man bekommt keine Zeit zum durchatmen, denn die nächste Blödelei, Verfolgungsjagd, Explosion oder Schießerei steht an. Zumindest gibt es handwerklich nichts zu meckern; Qualität gibt es eigentlich immer aus dem Haus Corbucci. Damit das Ganze noch extra Schwung bekommt, kümmern sich die De Angelis Brüder mal wieder um den Score.

Von einigen Corbucci / Milián – Action-Komödien fühlte ich mich gut unterhalten, auch wenn der Gagafaktor natürlich oft alles kurz und klein schlägt, aber bei DER SUPERBULLE RÄUMT DIE WÜSTE AUF wurde ich mehr gequält als unterhalten. Vielleicht liegt es daran, dass hier Bombolo fehlt.

(Bjoern Candidus)

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