Zum Inhalt springen
  • Startseite
  • Episoden
  • Rezensionen
  • Über uns
  • Wo Ihr uns findet
  • Kontakt

The Killing Time, 1987 – ★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

THE KILLING TIME
(USA, 1987, Regie: Rick King)

Ein fremder tötet den angehenden Hilfssheriff Brian Mars, der kurz davor war, seinen neuen Job in einer Kleinstadt anzutreten. Der Mörder nimmt die Identität von Mars an und startet seinen neuen Job unter der Leitung von Sheriff Carl Cunningham und seiner helfenden Hand Sam Wayburn. Doch das kleine kalifornische Städtchen, was direkt an der Küste liegt, scheint nur nach außen hin ein Ort ohne Probleme zu sein, denn der Killer wird in eine brisante Affäre hineingezogen.

Rick Kings Identitätsschwindel-Thriller verspricht eine spannende Story, zeigt sich mit einem schönen Kleinstadt-an-der-Küste-Setting, was für Atmosphäre sorgt und präsentiert einen gerade mal 21-jährigen Kiefer Sutherland, der im gleichen Jahr vorher mit THE LOST BOYS im Kino zu sehen war. Dass er hier kein Good Guy ist, wird von Anfang an klar, da man als Zuschauer sein mieses Spiel kennt. Leider ist Sutherland auch das einzige Highlight, was von der Inszenierung übrig bleibt. Die Geschichte um den Identitätsschwindel und die Affäre zwischen dem angehenden Sheriff, seiner Geliebten, ihrem Ehemann und einem geplanten Mord, ist keine schlechte Idee, doch King schafft es einfach nicht, diese vernünftig und mit der nötigen Spannung zu erzählen. Aber dafür war ja John Dahl einige Jahre später gut, der nämlich eine sehr ähnliche Geschichte in RED ROCK WEST (1993) mit Dennis Hopper und Nicolas Cage erzählt hat.

Beau Bridges, der ältere Bruder von Jeff, bringt als angehender Sheriff Wayburn eine unglaubliche Schläfrigkeit und Langeweile in die Geschichte. Mit ihm hat sich hier keiner einen gefallen getan. Ebenso fürchterlich ist Camelia Lynne als Laura, um die hier zwei Männer kämpfen. Wenn man um so einen Charakter kämpft, muss man irgendwas falsch gemacht haben. Auch sie überzeugt nicht mit einer darstellerischen Glanzleistungen. Gleiches gilt für Wayne Rogers, der ihren reichen Ehemann Jake Winslow spielt. Mehr Leben kommt auch nicht mit Joe Don Baker als Sheriff Cunningham in die Bude. Lediglich Michael Madsen hat einen kurzen Auftritt, der mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte. Die Figuren sind lieblos konstruiert und handeln oft nicht nachvollziehbar.

Das schmale Budget ist zwar deutlich zu erkennen, aber Kameramann Paul Goldsmith hat es zumindest geschafft, den Film insgesamt ansprechend aussehen zu lassen. Die Langeweile, die hier sonst geboten wird, kann aber leider nicht mit den Bildern
ausgeglichen werden.

THE KILLING TIME ist ein öder Thriller, der maximal das Niveau eines TV-Films erreicht, aber immerhin besser aussieht. Auch ein Kiefer Sutherland kann Kings Schiff nicht vor dem Untergang retten. Schade.

(Bjoern Candidus)

←The Prowler, 1981 – ★★★
Lucifer, 1987 – ★→

Kommentare

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge

  • Darkroom, 1989 – ★★

    10. September 2026
  • The Time Travelers, 1964 – ★★★

    8. September 2026
  • River’s Edge, 1986 – ★★★★

    7. September 2026
  • White Star, 1983 – ★★★★½

    5. September 2026

Impressum · Datenschutzerklärung · © 2026 Antenne Traumstadt