OCCULT – DER SATAN KOMMT UM MITTERNACHT
(LUCIFER, GB, 1987, Regie: John Eyres)
Nachdem ein Priester mit einer Pistole und einem Messer einen Amoklauf an einer Schule vollzogen hat, sucht die Polizei nach ihm mit Hilfe der kleinen Mandy, die das Massaker mit ansehen musste und nur noch lebt, weil dem Priester die Munition ausgegangen ist.
Weniger ist oft mehr, doch gar nichts ist gar nichts, und davon bekommt man hier ganz viel, sieht man von der ziemlich räudigen Eröffnungs-Szene ab. Ich habe lange nicht mehr einen so schlechten Film gesehen, und hier berücksichtige ich natürlich die schlanken Mittel, die die Produktion zur Verfügung hatte. Regisseur John Eyres (SHADOWCHASER, 1992) hat scheinbar für nichts ein Gespür, außer einem ausdruckslose Bilder mit Figuren zu zeigen, die von A nach B eiern. Die langweilige Fotografie erinnert eher an deutsche 80er-Vorabend-Serien als an einen Horrorfilm. Die englischen Arbeitersiedlungen sind immerhin mal eine Abwechslung, können hier allerdings auch nichts retten. Die maue Krimihandlung plätschert vor sich hin, was noch okay wäre, hätte man nicht noch unglaublich schlechte Darsteller, wie Emma Burdon-Sutton und Jared Morgan, die mir völlig unbekannt waren. Die langweiligen Elektroklänge von Paul Stuart Davies runden die sauerstoffarme Inszenierung passen ab.
OCCULT – DER SATAN KOMMT UM MITTERNACHT ist ein langweiliges Unterfangen, was bereits nach der derben Eröffnung zum Einschlafen anregt.
(Bjoern Candidus)
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