TOP SECRET
(THE SALZBURG CONNECTION
USA, 1972, Regie: Lee H. Katzin)
Im Toplitzsee wird eine Kiste mit NS-Dokumenten, die eine Namensliste von Nazis beinhaltet, vermutet. Ein Taucher, der die Kiste bergen kann, wird alsbald getötet. Schnell wird der amerikanische Anwalt Bill Mathison in diese Sache hereingezogen und findet sich plötzlich zwischen den Fronten des östlichen als auch westlichen Geheimdienstes.
Regisseur Lee H. Katzin hat hier einen sehr ansprechenden Agenten-Thriller geschaffen, der auf dem Roman THE SALZBURG CONNECTION (dt. Titel: IN SALZBURG STIRBT NUR JEDERMANN) von Hellen MacInnes basiert. Von Beginn an lebt der Film von seiner schönen Natur, die sich in Bergen, Tälern, Wiesen, Wäldern und dem Toplitzsee präsentiert. Der Naturfreund kommt also schon mal auf seine Kosten, dank dem Kameramann Wolfgang Treu. Aber nicht nur das Visuelle stimmt hier, sondern auch die Darsteller. Mit Barry Newman, Klaus Maria Brandauer, Udo Kier, Anna Karina, Karen Jensen und Wolfgang Preiss sind hier die richtigen Leute am richtigen Ort. Ein tolles Ensemble, was hervorragend in diesen spannenden Agenten-Thriller passt, der ohne Kitsch und Schnörkel auskommt. Das Katz und Mausspiel rund um Salzburg und seiner prächtigen Bergkulisse ist stimmig inszeniert. Durch kleine Wendungen bleibt der Film immer in Bewegung und langweilt zu keiner Sekunde. Lediglich das Ende kommt etwas kurz und abgehackt daher.
Wer auf bodenständige, gut besetzte Agenten-Thriller mit Nazi-Thematik steht, dem sei TOP SECRET – THE SALZBURG CONNECTION ans Herz gelegt.
(Bjoern Candidus)
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