JOHN CARPENTER’S THE WARD
(USA, 2010, Regie: John Carpenter)
Nachdem Kristen ein Haus angezündet hat, wird sie in ein Sanatorium gebracht. Kristen kann sich an nichts mehr erinnern und will die Klinik auf der Stelle verlassen, was sie sich aus dem Kopf schlagen kann. Sie kommt in die geschlossene Abteilung, in der sie ihre Insassinnen trifft, die alles andere als umgänglich sind. Doch ihr Verhalten hat einen Grund, denn ein schreckliches Geheimnis lastet auf ihnen.
John Carpenters bislang letzte Regiearbeit wusste mich leider so gar nicht zu überzeugen. Handwerklich bewegt man sich soliden Bereich, und das Cinemascope -Format verrät den Macher des Films. Leider war es das aber schon. Die Darsteller sind durchweg überzeichnet und im schlimmsten Fall nervig. Amber Heard (ZOMBIELAND, 2009) ist völlig fehlbesetzt und Jared Harris (I SHOT ANDY WARHOL, 1996) das einzige Licht am Himmel, was allerdings auch nicht sonderlich hell leuchtet. Über die restliche Besetzung werfe ich den Mantel des Schweigens. Die langweilige Geschichte, die wenigstens am Ende noch mal für eine kleine Wende sorgt, rettet das Kind nicht vor dem Ertrinken. Spannung und Atmosphäre läuft im Sparbetrieb, stattdessen bekommt man ewige Wiederholungen, z.B. jagt ein Fluchtversuch den nächsten. Dazu gesellen sich Schockeffekte aus der Mottenkiste und ein Quäntchen Blut. Hat Carpenter früher in der Regel noch Regie und Komposition des Scores unter einen Hut gebracht, wurde das Musikalische an Mark Kilian ausgelagert, der anfänglich noch ein wenig nach Carpenter klingt, bevor er in Belanglosigkeit abrutscht.
Ich würde über THE WARD gerne etwas Positives schreiben, aber da ist nichts, was ich aufgreifen könnte. Sehr schade.
(Bjoern Candidus)
Schreibe einen Kommentar