DIE SELTSAME GESCHICHTE DES DR. JEKYLL UND MR. HYDE
(THE STRANGE CASE OF DR. JEKYLL AND MR. HYDE, Kanada, USA, 1968, Regie: Charles Jarrott)
Dr. Jekyll experimentiert an einem Serum, was seine Persönlichkeit verändert. Nach seiner Verwandlung ist er der aggressive Mr. Hyde, der durchs nächtliche London schreitet und seinen mörderischen Trieben folgt.
Dem von Dan Curtis (LANDHAUS DER TOTEN SEELEN, 1976) produzierten und unter der Regie von Charles Jarrott (CONDORMAN, 1981) gezimmerte TV-Film, der auf die höchst lesenswerte Geschichte von Robert Louis Stevenson basiert, mangelt es zwar etwas an der nötigen Tiefe des Charakters Jekyll / Hyde, dennoch hat man grundsätzlich eine gute Wahl mit Jack Palance getroffen. Die Rolle steht ihm, allerdings habe ich etwas mehr Einsatz erwartet. Als Hyde pappt man ihm eine Hakennase an und verfremdet sein Kinn. Als Verwandlung reicht es, auch wenn mir sofort Punch (von Judy) ins Hirn schoss.
Neben Palance ist auch Billie Whitelaw (DAS OMEN, 1976) und Denholm Elliott an Bord, den man z.B. aus dem Episodenfilm TOTENTANZ DER VAMPIRE (1971) kennt.
Visuell ist das Ganze sehr steif. Der TV-Look ist ebensowenig zu übersehen wie die Kulissen, die mich an die britische Serie DER DOKTOR UND DAS LIEBE VIEH erinnerten. Ein Hingucker ist dieser Film also nicht, wobei er andererseits auch einen kontinuierlichen Ton trifft, der dem Film eine gewisse Gemütlichkeit verleiht. Also Tee trinken statt Nägel kauen.
DR. JEKYLL UND MR. HYDE ist eine etwas biedere Angelegenheit, die sich aber weitestgehend an die Vorlage hält.
(Bjoern Candidus)
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