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The Forgotten City of the Planet of the Apes, 1980 – ★★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

PLANET DER AFFEN – DIE SERIE 
(PLANET OF THE APES, USA, 1974)

Folge 1: Zurück in die Zukunft

Eine Raumkapsel mit drei Astronauten stürzt irgendwo mitten in der Pampa ab. Zwei von den drei Astronauten überleben den Absturz, der rein äußerlich nicht viel Schaden an der Kapsel hinterlassen hat. Hilfe kommt schnell von einem herannahenden Menschen in bäuerlicher Kleidung. Dieser schafft die beiden lebenden, aber bewusstlosen Astronauten heraus und versteckt sie. Kurz darauf trifft ein Trupp Affen auf Pferden ein, die den merkwürdigen Himmelskörper untersuchen und sofort eine Suchaktion einläuten, um die Besatzung zu finden. 
Die beiden Astronauten, die sich als Alan und Peter vorstellen, finden schnell heraus, dass sie auf der Erde im Jahre 3085 sind. Als sie ihr zerstört, es Raumschiff aufsuchen, stellt Alan fest, dass die Daten-Platte fehlt, mit der sie wieder zurück in ihre Zeit kommen können. Doch dann machen sie eine unglaubliche Begegnung und stellen fest, dass die Erde von Affen beherrscht wird, die Menschen unterdrücken, versklaven oder auch töten. Wenig später werden sie von den Affen aufgespürt und festgenommen und Dr. Zaius vorgeführt. Fasziniert von den Neuankömmlingen verhilft ihnen der Schimpansen Galen zur Flucht. 

Folge 2: Der Gladiator

Alan, Peter und der Schimpanse Galen sind weiter auf der Flucht vor den Gorillas und gleichzeitig auf der Suche nach der Daten-Platte. Galen vermutet sie in den Händen des ihm bekannten Präfekten Barlow, einem Sammler von Relikten, der über ein kleines Dorf herrscht. Während Galen Barlow weiter Freundschaft vorspielt, geraten Alan und Peter in die Gefangenschaft des Präfekten. Und er hat nichts besseres zu tun, als in einer Arena Peter gegen einen anderen Menschen antreten zu lassen. Doch während des Kampfes trifft der Gorilla-Suchtrupp ein und entdeckt Alan und Peter. Tumult bricht los, bei dem Alan von Peter und Galen getrennt wird. 

Folge 3: Das Erdbeben

Alan, Peter und Galen sind wieder vereint und flüchten weiter. In einer zerstörten Stadt der menschlichen Zivilisation stößt Urko und seine Gorilla-Soldaten auf die Flüchtenden. Als es zu einem Erdbeben kommt, fallen Peter und Urko in eine U-Bahnstation und gehen verschütt. Es kommt zu einer Diskussion zwischen Affe und Mensch, bei dem Peter Urko mit Hilfe von alten Plakaten beweisen will, dass die Menschen vor den Affen zivilisiert und hochentwickelt gelebt haben. Urko will das nicht wahr haben, bis er auf ein Bildnis stößt, was einen Gorilla hinter Gittern zeigt.  

Folge 4: Anto, der Farmer

Die Flucht der Drei geht weiter, wird aber durch einen Sturz von Galen ausgebremst, da dieser nicht mehr laufen kann. Sie bauen eine trage und suchen Hilfe bei einer Schimpansen-Familie, die eine Farm betreiben. Während Alan und Peter wenig freundlich behandelt werden, bekommt Galen die Hilfe, die er braucht. Die ablehnende Haltung der Schimpansen kann durch das Wissen von Alan und Peter nach und nach gelegt werden, nur Anto, der älteste Sohn des Vaters, macht Probleme. 

Folge 5: Spuren der Vergangenheit

Nachdem Alan, Peter und Galen die Farm hinter sich gelassen haben stoßen auf Oakland, was nur noch einer Ruine gleicht. Sie finden einen Computer, der ihnen die Nachricht eines Wissenschaftlers an die Wand projiziert. Die Nachricht handelt vom Erhalt über die menschliche Zivilisation, deren Wissen über die Großstädte in Computern gespeichert ist, damit sie von zukünftigen Generationen entdeckt werden kann. Natürlich ist auch ein Trupp Gorillas nicht weit, die Alan, eine menschliche Frau und ihren Sohn gefangen nehmen. Kurz darauf trifft Dr. Zaius und General Urko ein, um ihren Gefangenen zu verhören. 

Folge 6: Das Fischerdorf

Der nächste Halt ist in einem Fischerdorf, was von einem Schimpansen regiert wird. Doch nicht nur der Schimpanse und seine Gorillas werden zum Problem, sondern auch ein Hai, gegen den sie kämpfen müssen. 

Folge 7: Alte Liebe

Ein Trupp Gorillas ist Alan, Peter und Galen dicht auf den Versen. Als sie das Feuer eröffnen, treffen sie Alan, können aber entkommen. Hilfe suchen sie bei Dr. Zira, die Galen nur all zu gut kennt. 

Folge 8: Menschenjagd 

Wieder suchen die Drei Zuflucht auf einer Farm. Doch Sestus, der Farmer darf nicht wissen, dass Galen von Menschen begleitet wird. Er gehört einem Geheimbund an, den Dragonern, eine Art Affen-Ku-Klux-Klan, der kein menschliches Leben duldet. Nebenbei verliebt sich Sestus blinde Nichte in Peter, im Glauben, er sei ein Affe. 

Folge 9: Das Pferderennen von Venta

Erneut gerät einer der Flüchtenden in Gefahr. Galen wird von einem Skorpion gestochen. Sie bekommen Hilfe von Gregor, dem Sohn eines menschlichen Schmieds, der ins naheliegende Dorf reitet, um ein Gegengift zu holen. Damit verstößt er gegen ein Gesetz, was besagt, dass Menschen nicht auf Pferden reiten dürfen. 

Folge 10: Familienbande

Auf der Flucht vor einem Gorilla-Trupp wird Peter gefangen genommen und gerät in die Hände einer besonders wissbegierigen Schimpansen-Ärztin. Mittels Folter will sie Peter brechen. Währenddessen suchen Alan und Galen Hilfe. Die Erhofft sich Galen von seinen Eltern. 

Folge 11: Kampf der Tyrannen

Als Aboro, ein bösartiger Gorilla, der sich nicht an die Gesetze hält, einen Menschen verletzt und einen anderen tötet, versucht Galen, der die Tat mit seinen Freunden beobachtet hat, seinen Cousin Augustus von den Machenschaften zu berichten. Doch Augustus macht sich bereit für die Ablösung seines Postens als Präfekt der Region. Für diesen Part ist nun Aboro vorgesehen.

Folge 12: Die Seuche

Diesmal führt die Flucht von Alan, Peter und Galen in ein Dorf, in dem die Malaria ausgebrochen ist. Sie bieten den erkrankten Menschen ihre Hilfe an, aber auch Urko und Schimpanse Zoran versuchen die Seuche auf ihre Art aufzuhalten. 

Folge 13: Der Tempel des Todes

Alan und Peter geraten in die Gefangenschaft von Menschen, die ein Abkommen mit den Affen geschlossen haben. Dieses besagt, dass sie zweimal im Jahr Frauen und Männer erwählen müssen, die den Affen als Minenarbeitern dienen. Brun, der Anführer der Menschen, leitet die Gemeinschaft, die jeden bestraft, der gegen ihre Gesetze verstößt. Brun stellt sich sogar gegen Galen, womit er sich selbst gegen ein Gesetz stellt: Menschen haben Affen nichts zu befehlen. 

Folge 14: Der Traum vom Fliegen

In einem Küstengebiete entdecken
Alan, Peter und Galen einen Drachengleiter am Himmel. Der Gleiter wurde von Leuric, einem Mensch gebaut. Doch ganz in der Nähe entdecken auch zwei Gorillas den „fliegenden Menschen“ und geben ihre Info weiter. Die durchtriebene Schimpansen-Frau Carsia nimmt sich der Sache an und reist mit einem Trupp Gorillas an. 

————/

Nach dem großen Erfolg von PLANET DER AFFEN (1968) und seinen Fortsetzungen im Kino, sollte der Erfolg auch auf das Fernsehen ausgedehnt werden. Produzent der Reihe, Arthur P. Jacobs, verkaufte die Rechte der Reihe nach dem fünften Teil an Fox.
Und anfänglich sah das Projekt noch interessant aus, denn Rod Serling (THE TWILIGHT ZONE, 1959-1964), der bereits das Drehbuch zu Franklin J. Schaffners Adaption zu Pierre Boulles Roman schrieb, soll die Story konzipieren. Doch diese stieß auf Missfallen, da man auf ein jüngeres Publikum abzielte. Serlings Grundgerüst blieb zwar bestehen, für den eigentlichen Inhalt der jeweiligen Episoden zeichneten sich aber unterschiedliche Autoren verantwortlich. Herbert Hirschman wurde schließlich Produzent der Serie, deren Erfolg leider ausblieb und nach nur einer Staffel eingestellt wurde, ohne ein befriedigendes Ende zu bieten.

Dabei wäre genügend Potenzial vorhanden gewesen, um eine spannende Serie zu erzählen. Die sehr gut gemachten Affen-Masken sind auch hier wieder vertreten. Man reduziert zwar jede Folge auf, wenige Affen, aber an denen gibt es vom Design her nichts auszusetzen. Auch die Ausstattung der Affenkultur und die Kleidung der Affen orientiert sich an der Kinofilm-Reihe. Es gibt immer wieder kleine, bekannte Relikte zu entdecken, was Spaß macht. Zumindest hat man zu jeder Zeit das Gefühl, sich ein Teil des Kino-Universums anzusehen, wenn auch im TV-Format. Die Ruinenstädte sind einem aus RÜCKKEHR ZUM PLANET DER AFFEN und SCHLACHT UM DEN PLANET DER AFFEN vertraut, aber kommen nur rudimentär vor. Es gibt auch direkte Verweise. So trägt der Wissenschaftler, dessen Bildnachricht an die Wand projiziert wird, die Robe der Mutanten, die in RÜCKKEHR ZUM PLANET DER AFFEN die Bombe anbeten. Die Raumkapsel, mit denen die Astronauten abstürzen ist ebenfalls aus den Kinofilmen bekannt. Man hat zwar in der gleichen Gegend in Kalifornien gedreht, damit einem die Natur vertraut vorkommt, doch leider ist die bekannte Affenstadt nur hin und wieder rudimentär oder durch Archiv-Bilder zu sehen. Man orientiert sich für neue Bauten weitestgehend am bekannten Stil, doch in erster Linie hat man es mit einfachen Holzhütten, Felsen, Wäldern und Farmland zu tun oder ist in Häuserruinen unterwegs, von denen man allerdings immer nur kleine Abschnitte sieht. 

Auch wenn einem einiges bekannt vorkommt, zeigt sich die Serie natürlich nie so groß wie die Kinofilme. Der TV-Charakter lässt sich zu keiner Zeit verbergen. Chronologisch ist die Serie nach SCHLACHT UM DEN PLANET DER AFFEN angesiedelt, der um 2670 datiert ist. Die Serie spielt im Jahr 3086. Dieses Wissen sollte man allerdings schnell ausblenden, denn die Serie widerspricht sich teilweise selbst und ist manchmal unlogisch, was noch zu verschmerzen ist. Was aber nicht zu verschmerzen ist, ist die Besetzung von den Astronauten Alan Virdon und Peter Burke, die von Ron Harper und James Naughton dargestellt werden. Für mich gehören sie zu einem der unsympathischsten Serien-Duos überhaupt, und gäbe es nicht Roddy McDowall, der hier Galen spielt (und genauso aussieht wie Cornelius), hätte die Serie überhaupt keine Figuren, denen ich etwas abgewinnen könnte. Zaius wird hier von Booth Coleman verkörpert, der leider nicht die Ausstrahlung von Maurice Evans besitzt und zusammen mit Mark Lenard als Urko meistens mehr zum gähnen einlädt. Mit Doktor Zira gibt es eine weitere bekannte Figur, die allerdings nur in einer Folge auftaucht und diesmal von Jacqueline Scott dargestellt wird. Da die Menschen hier sprechen können und weitaus zivilisierter sind als im ersten (und zweiten) Kinofilm, kommt es dadurch zu mehr Spielraum für Nebenrollen. Hier werden die Menschen auch nicht gejagt, sondern als Arbeiter benutzt, denen nichts passiert, solange sie die Gesetze einhalten. 

Die Ohren müssen diesmal auf Jerry Goldsmith verzichten, aber Lalo Schifrin, Earle Hagen und Richard LaSalle vertreten ihn ganz gut und erwecken immer wieder Erinnerungen an die Kinofilme, bei denen es ja auch wechselnde Komponisten gab.  

Dass die Folgen fast alle nach dem gleichen Prinzip ablaufen, war ein gängiges Konzept damaliger Serien. Hier wird dieses Konzept binnen 14 Folgen zu Tode geritten. Man flüchtet, wird gefangen genommen oder gerät anderweitig in Gefahr und befreit sich wieder und flüchtet wieder. Zwischenzeitlich hilft man anderen Menschen oder Affen. Es gibt immer wieder gute Ansätze, die aber in der Regel fallengelassen werden. Insgesamt hat die Serie nur wenige Höhen, aber dafür viele Tiefen zu bieten und hinterlässt einen faden Gesamteindruck. 

Als Fan der alten Kinoreihe, der ich seit den späten 80er-Jahren bin, bin ich froh, dass es die Serie gibt, und in meiner Kindheit gehörte sie zu meinen Highlights im Serien-Bereich. Sie zeigt mir viele weitere Eindrücke eines Universums, was mir grundsätzlich gefällt, nur hier, im Rahmen von 14 Folgen, nicht groß genutzt wird, um es interessant und spannend auszubauen. Und so kann ich PLANET DER AFFEN – DIE SERIE auch nur Fans empfehlen, die von ihren Affen nicht genug bekommen können. 

So ganz geschlossen wurde das Kapitel um den Planet der Affen nach dieser Serie allerdings noch nicht. Ein Jahr später folgte mit RETURN OF THE PLANET OF THE APES eine 13-teilige Zeichentrickserie. Diese Serie orientiert sich ein bisschen mehr an Pierre Boulles Roman und spielt in einer technologisierten Welt mit Autos und Flugzeugen. Ähnlich wurde es ja bereits damals für den ersten Film angedacht, aber aus Kostengründen wieder fallengelassen. 

Außerdem folgten einige Comics, so auch von Marvel. Zwischen 1974-1977 brachten sie 29 Ausgaben von PLANET DER AFFEN. Darunter befinden sich die fünf Adaptionen der Kinofilme, sowie eigene Storys, die das Universum phantasievoll ausbauen. 

(Bjoern Candidus)

←Life, Liberty and Pursuit on the Planet of the Apes, 1980 – ★★½
The Boogey Man, 1980 – ★★★→

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