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Prisoners of the Lost Universe, 1983 – ★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

GEFANGENE DES UNIVERSUMS 
(PRISONERS OF THE LOST UNIVERSE, GB, 1983, Regie: Terry Marcel)

Die Reporterin Carrie will den Wissenschaftler Dr. Hartman interviewen, der an einer Maschine arbeitet, die einen in andere Dimensionen transportieren kann. Als es zu einem technischen Defekt kommt, verschwindet der Professor vor ihren Augen. Als Elektriker Dan hinzustößt, werden die beiden ebenfalls in eine andere Dimension befördert. Der fremde Ort, zu dem sie gelangen, birgt eine Menge Gefahren, wie den Tyrannen Kleel, der prompt ein Auge auf Carrie geworfen hat.

Terry Marcel (HAWK – HÜTER DES MAGISCHEN SCHWERTES, 1980) schöpft aus den Vollen und serviert in dieser britischen Produktion ein kunterbuntes Fantasy-Science-Fiction-Action-Abenteuer, was besonders Comicfreunde, die ein Herz für Helden wie Flash Gordon oder das Phantom haben, faszinieren könnte. Was hier von Anfang an ins Auge sticht sind die sonnendurchfluteten Bilder. Und wenn es mit der Dimensionsmaschine, die eine deutliche Ähnlichkeit mit dem allseits bekannten Materie-Transporter aus STAR TREK hat, in die fremde Dimension geht, zeigt sich eine traumhaft schöne Vegetation. Gedreht wurde in Südafrika. Hier warten, wunderschöne Bäume, Sträucher und Felsformationen auf einen, die den Abenteuerfilm-Charakter ganz automatisch befeuern. Um es phantastischer zu gestalten und um zu verdeutlichen, dass man nicht auf der Erde ist, wurden teilweise Pflanzen mit künstlichen Riesenschoten oder Früchten dekoriert. Sehr charmant und klassisch. Untermalt werden die schönen Bilder, die Kameramann Derek V. Browne fotografiert hat, von Harry Robertson. Und wenn man genau hinhört, erkennt man, dass er teilweise seinen Score aus DRACULAS HEXENJAGD (1971) kopiert. 

Die Story ist simpel, abgedroschen und wenig spannend. Die inhaltliche Nähe zu Arthur Conan Doyles oder Edgar Rice Burroughs Abenteuergeschichten, die schon viele mal besser verfilmt wurden,  
liegt auf der Hand. Die Inspirationsquelle ist klar und völlig legitim, nur mangelt es der Inszenierung an der nötigen Ernsthaftigkeit, was vor allem an den überzeichneten Figuren liegt, die den Film zu einem sonderbaren Brei werden lassen. Da ist zum einen Richard Hatch (KAMPFSTERN GALACTICA, 1978) als Elektriker Dan, Kay Lenz (HOUSE, 1985) als Carrie, dem Love Interest von jedem hier und der legendäre John Saxon (NIGHTMARE ON ELM STREET, 1984) als Tyrann Kleel, der sich hier mit Bart zeigt. Und dann gibt es zahlreiche andere Figuren, wie Amphibien-Monster, nahe Verwandte der reitenden Leichen und einem Höhlenmenschen, der der große Bruder von Ahm aus CAPRONA – DAS VERGESSENE LAND (1974) sein könnte. Miteinander und gegeneinander geraten sie in abenteuerliche, kämpferische oder komische Situationen, wie man sie schon sie schon zahlreiche Male besser erleben durfte. 

Gepackt hat mich GEFANGENE DES UNIVERSUMS nicht gerade, aber einen gewissen Unterhaltungswert kann ich dem Dimensionstrip auch nicht absprechen. 

(Bjoern Candidus)

←Sternzeit: Folge 11 – Krieg der Computer (TOS 1.23)
Ringo and His Golden Pistol, 1966 – ★★★½→

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