DER VOLLSTRECKER – KILLER OHNE GNADE
(PORTRAIT OF HITMAN, USA, 1979, Regie: Allan A. Buckhantz)
Jim Buck, ein Auftragskiller und Künstler, soll für seinen Auftraggeber Max Andreotti einen Arzt töten. Für Jim ist das allerdings ein Problem, denn Dr. Michaels ist ein Freund von ihm, der ihm einst das Leben gerettet hat. Als er sich gegen den Auftrag des Syndikats stellt, stellt sich das Syndikat gegen Jim.
Der wunderbare Jack Palance bekleidet in diesem Action-Drama die Hauptrolle und zeigt sich von einer sonderbaren Seite: Einerseits arbeitet er hier als kaltblütiger Killer, anderseits als gefühlsbetonter Kunst-Maler. Nicht dass ich diese Kombination nicht erquickend finde, aber sie geht halt nicht so richtig auf. Palance steht hier zwischen den Stühlen, was seinem Charisma allerdings keinen Abbruch tut. Noch griesgrämiger als Palance kommt Rod Steiger als Auftraggeber Max daher, der in jeder Sekunde miese Laune verbreitet. Und dann ist da noch Bo Svenson als Dr. Michaels, der leider sehr blass bleibt.
Regisseur Allan A. Buckhantz, der vorher für das Fernsehen gearbeitet hat, präsentiert hier seinen einzigen Langfilm. Man erkennt durchaus den Willen, einen facettenreichen Film abzuliefern. Irgendwie gelingt Buckhantz das sogar. Hochglanz sollte man nicht erwarten. DER VOLLSTRECKER – KILLER OHNE GNADE suhlt sich eher im Dreck des Grindhouse-Kinos. Und so serviert uns Buckhantz Mord, Sex, Autoverfolgungen mit Funkmusik und kruden Figuren, die einen bunten Reigen zwischen Coolness und Kopfschütteln erzeugen.
DER VOLLSTRECKER – KILLER OHNE GNADE ist voller Ecken und Kanten und schwebt stets in der Luft. Spaß hat er mir gebracht, und das zählt unter dem Strich.
(Bjoern Candidus)
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