Zum Inhalt springen
  • Startseite
  • Episoden
  • Rezensionen
  • Über uns
  • Wo Ihr uns findet
  • Kontakt

Popcorn, 1991 – ★★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

SKINNER
(POPCORN, Kanada, USA, 1991, Regie: Mark Herrier)

Die von Alpträumen geplagte Filmstudentin Maggie plant mit ihren Kommilitonen eine Horrorfilmnacht in einem Kino. Das Thema: B-Movies aus den 50er-Jahren. Ihnen fällt eine alte Filmrolle des ominösen Films „The Possessor“ in die Hände. Doch dem Film haftet ein schreckliches Ereignis an. Sein Regisseur drehte einst durch und hat bei der Premiere seine Familie getötet und das Kino in Brand gesteckt, in dem viele Menschen starben. Als die Filmnacht beginnt, findet ein Killer den Weg ins Kino, um die Studenten zu reduzieren. 

Nachdem das Studio mit Alan Ormsby unzufrieden war, wurde er nach 3 Wochen als Regisseur durch Mark Herrier ersetzt, der einst für Bob Clarks PORKY’S (1981) vor der Kamera stand. Bob Clark hat für SKINNER die Effekte überwacht und mit Ormsby wiederum die beiden Filme CHILDREN SHOULDN’T PLAY WITH DEAD THINGS (1972) und DEAD OF NIGHT (1974) inszeniert. Man bleibt hier also irgendwie in der Familie. 

Ein Horrorfilm über B-Filme, die in einem Kino gezeigt werden sollen, ist nicht die schlechteste Idee, und die Umsetzung kann sich in einigen Bereichen sehen lassen. Es fängt bereits mit einer Alptraum-Sequenz an, die an NIGHTMARE ON ELM STREET (1984) erinnert, was auch in späteren Momenten der Fall sein wird. Aber auch ein IM AUGENBLICK DER ANGST (1987) drängt sich auf, auch wenn dessen erdrückende Wirkung nicht erreicht wird. SKINNER ist eher ein schriller und bunter Slasher, der mit seiner Kino-Thematik einen netten Meta-Weg einschlägt und wegweisende Regisseure wie William Castle Tribut zollt. Stühle werden unter Strom gesetzt, Geruchspatronen werden aktiviert und ein riesiges Moquito-Modell schwebt über dem Kinopublikum. Das 4D-Event-Kino lebt! Zumindest an dem einen Abend, der hier gefeiert wird. Aber auf Spaß folgt ernst. Und so marschiert ein Killer auf, der sich dicht am zeitypischen Slasher-Killer orientiert und leider etwas in den Blödelmodus fällt, der zum Teil an den späten Freddy Krueger erinnert. Dafür darf man sich auf gute Masken, Effekte und ein bisschen Gore freuen. Freude kommt durch ein Wiedersehen mit Jill Shoelen (THE STEPFATHER, 1987) und Dee Wallace (CUJO, 1983) auf. Der Rest der Bande, wie Derek Rydall (PHANTOM NIGHTMARE, 1989) oder Tom Villard (DER KILLERPARASIT, 1982) sind weniger sympathisch, reichen aber aus, um sie zu verheizen. Solide Kost für die Ohren liefert Paul Zaza, der im Genre auch kein Unbekannter ist (PROM NIGHT, 1980 / BLUTIGER VALENTINSTAG, 1981). 

SKINNER meint es gut, präsentiert sich ansehnlich, krankt aber etwas an seinen Figuren, die oft nerven oder die nötige Ernsthaftigkeit vermissen lassen. 

(Bjoern Candidus)

←Portrait of a Hitman, 1979 – ★★★
Daughters of Satan, 1972 – ★½→

Kommentare

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge

  • River’s Edge, 1986 – ★★★★

    7. September 2026
  • White Star, 1983 – ★★★★½

    5. September 2026
  • Fortsetzungen

    3. September 2026
  • The Angry Red Planet, 1959 – ★★★

    3. September 2026

Impressum · Datenschutzerklärung · © 2026 Antenne Traumstadt