DER FLUCH DES SCARABÄUS
(THE SCARAB, Spanien, USA, 1983, Regie: Steven-Charles Jaffe)
Ein Reporter untersucht eine Reihe von Selbstmorden von Staatsoberhäuptern. Dabei gerät er in ein Netz von mysteriösen Kräften, einem wahnsinnigen Guru und anderen ominösen Figuren.
Wenn man nichts mit John Boormans bizarr verdrehtem EXORZIST 2 – DER KETZER (1977) anfangen kann, sollte man von DER FLUCH DES SCARABÄUS dringend die Finger lassen. Nicht, dass die Filme inhaltlich zu vergleichen sind, doch ihnen fehlt gleichermaßen der Boden, doch sie halten sich in der Luft, um ihr verrücktes Kunststück aufzuführen.
Steven-Charles Jaffe, der als Regisseur nur diesen einzigen Spielfilm vorgelegt hat, aber als Produzent von Filmen wie DES TEUFELS SAAT (1977), NEAR DARK (1987) und DIE FLIEGE 2 (1989) fungierte, wandelt hier auf absonderlichen Pfaden. Die Mischung aus Krimi, Abenteuer- und Horrorfilm ist selten und noch seltener wird sie derart wirr aufgeführt. Dadurch hebt sich der Film aber vom Gros ähnlicher Kandidaten aus der Zeit ab. Zudem hat man es mit einer DTV-Produktion zu tun, und dafür bekommt man einiges geboten. Die mystische Atmosphäre, die sogar etwas Spannung aufbauen kann, ist lobenswert, ebenso die Schauplätze, die für das nötige Abenteuer-Ambiente sorgen. Aber Jaffe serviert auch zähe Momente, die die Inszenierung manchmal zu sehr ausbremsen. Und mit Robert Ginty als Reporter trifft man nicht gerade ins Schwarze. Der Mann wirkt hier irgendwie geistesabwesend, was aber vielleicht auch einfach nur am Drehbuch lag. Komplett im Einschlafmodus ist Rip Torn als Mann irgendeines Glaubens, der nur herumsteht und Unsinn verzapft.
Keiner, weder vor noch hinter der Kamera, macht hier im Grunde irgendwas richtig, und vielleicht liegt genau darin die Magie von DER FLUCH DES SCARABÄUS.
Ich hatte durchaus meinen Spaß bei diesem sonderbaren Film.
(Bjoern Candidus)
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