TIMERIDER – DAS ABENTEUER DES LYLE SWANN
(TIMERIDER – THE ADVENTURE OF LYLE SWANN, USA, 1982, Regie: William Dear)
Während einer Rallye gerät der gefeierte Motorradfahrer Lyle Swann in ein Zeitreiseexperiment und wird nach Mexiko ins Jahr 1877 befördert. Dort lernt er Claire kennen, die ihm helfen will, wieder in seine Zeit zurückzukehren. Doch Swann sorgt mit seinem Motorrad für Aufsehen, und eine Bande von Gangstern will ihm sein Gefährt rauben.
Drei Jahre bevor ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT (1985) zum wohl erfolgreichsten Zeitreisefilm der 1980er-Jahre wurde, trat der TIMERIDER auf den Plan. William Dear hat hier ein ziemlich einfach gestricktes Science-Fiction-Western-Abenteuer gezimmert, was aber zumindest sehr kurzweilig daherkommt. Gedreht wurde in der sandigen und felsigen Natur von Arizona und New Mexico, die immer was hermacht, wie ich finde. Das Western-Setting samt Kostüme und Ausstattung ist ordentlich. Lyle Swann sticht mit seinem coolen roten Motorradanzug heraus aus dem gelungenen Western-Ambiente. Optisch kann sich der Film sehen lassen, inhaltlich regt er allerdings eher zum Kopfschütteln ein. Die abgekaute Zeitreise-Prämisse ist eine Sache, die Umsetzung eine andere. Dass der Film durchaus nicht nur ernst gemeint sein soll, wird schnell durch die überzogenen und oft trotteligen Figuren deutlich, wovon sich Fred Ward als Lyle Swann nicht ausnimmt. An für sich steht Ward (IM LAND DER RAKETENWÜRMER, 1990) aber die Rolle des Timeriders gut zu Gesicht. Seine helfende Hand Claire Cygne wird von Belinda Bauer (ROBOCOP 2, 1990) dargestellt, während Ed Lauter (CUJO, 1983) einen Priester spielen darf. Dazu gibt es eine ganze Wagenladung von Desperados, die Swann das Leben schwer machen wollen. Zahlreiche Auseinandersetzungen bestimmen das Geschehen, von denen einige recht ruppig sind und aus dem sonstigen Rahmen fallen.
TIMERIDER ist ein simples, aber actionreiches Scifi-Western-Abenteuer, was sich aber nicht so recht entscheiden kann, in welche Richtung es will.
(Bjoern Candidus)
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