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Tourist Trap, 1979 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

TOURIST TRAP
(USA, 1979, Regie: David Schmoeller)

Ein paar junge Leute fahren gemeinsam ins Grün, um Urlaub zu machen. Als ihr Auto eine Panne hat, bietet der alte Mr. Slausen seine Hilfe an. Der nimmt sie mit in sein Haus, was gleichzeitig ein Museum für Schaufensterpuppen und Wachsfiguren ist. Die ländliche Idylle trügt, denn ein Irrer mit einer Maske treibt sich herum, der Mr. Slausen gut bekannt ist. 

Hinter den Kulissen dieses sommerlichen Horror-Slashers tummeln sich viele gute Bekannte aus dem Horror-Genre. Regie führte David Schmoeller, produziert wurde von Charles Band, der Art Director war Robert A. Burns, den Schnitt hat Ted Nicolaou übernommen und für den Score zeichnete sich Pino Donaggio verantwortlich. Also beachtliche Namen für eine 800.000-Dollar-Produktion, aber 1979 war noch vieles möglich. Der Erfolg von HALLOWEEN (1978) zeichnet sich ab; das Slasher-Prinzip, was sich ein Jahr später durch FREITAG DER 13. (1980) noch mehr etablierte, ist hier ebenso zu erkennen wie TEXAS CHAINSAW MASSACRE (1974), was mitunter wohl auch an Robert A. Burns lag. Das Set-Design von Mr. Slausens Wachsfigurenmuseum und das Design des Killers mit seiner teigähnlichen Gesichtsmaske und Perücke könnten dem Universum von Hooper entsprungen sein. Immer wieder gelingt es Schmoeller durch die vielen Puppen, die hier in der Gegend herumstehen oder einem wie Jack in the Box anspringen, einige verstörende und Spannende Momente zu erzeugen. Die grafische Gewalt hält sich in Grenzen, aber für die ein oder andere Garstigkeit bleibt dennoch Zeit. 

TOURIST TRAP ist aber nicht nur ein Slasher mit einem Wahnsinnigen Killer mit einer Maske in einer Liste von vielen, die bis heute weitergeführt wird, sondern Schmoeller würzt das erfolgreiche Prinzip noch mit dem damals durch CARRIE (1976) beliebten PSI-Thema. Der unheimliche Maskenmann hat hier nämlich telekinetische Kräfte, was der Story durchaus guttut. 

Leider bietet die Inszenierung aber auch immer wieder zähe Momente, besonders in der zweiten Hälfte. Es sind auch die belanglosen Darsteller, die den Film manchmal etwas ausbremsen. Chuck Connors mit seiner widerlich freundlichen Art als Mr. Slausen ist aber soweit okay und passt ganz gut als Hinterwäldler. 

TOURIST TRAP ist ein atmosphärischer Horror-Slasher mit einer netten Story, aber austauschbaren Figuren, der seinen Twist gegen Ende leider nur halbgar präsentiert. 

(Bjoern Candidus)

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