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Manhattan Baby, 1982 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

AMULETT DES BÖSEN*
(MANHATTAN BABY, Italien, 1982, Regie: Lucio Fulci) 

Der Archäologie-Professor George Hacker betritt in Ägypten eine Pyramide mit der Grabkammer des Pharaos Habnubenor. Promt trifft ihn der Fluch des Pharaos, der ihn erblinden lässt. Währenddessen bekommt seine kleine Tochter Susie von einer mysteriösen alten Frau ein Amulett überreicht, dessen Bann sie sich nicht mehr entziehen kann. Als sie in New York City ankommen, nimmt der Schrecken seinen Lauf.

Mit AMULETT DES BÖSEN wandelt Lucio Fulci auf dem recht übersichtlichen Pfad des Ägypten- / Mumien-Horrorfilm. Eine Mumie kommt hier zwar nicht vor, aber ein Fluch wird nach dem betreten der Grabkammer des Pharaos Habnubenor in einer Pyramide losgelöst. Die Story erinnert etwas an Bram Stokers Kurzgeschichte „The Jewel of Seven Stars“, die vorher bereits als Vorlage für DAS GRAB DER BLUTIGEN MUMIE (1971) und DAS ERWACHEN DER SPHINX (1980) diente. Doch Fulci bleibt nicht in Ägypten, sondern macht nach den ersten 15 Minuten einen Sprung in die USA, genauer nach New York City, wo er sich ja zu dieser Zeit gerne aufgehalten hat. 

Konnte mich der Film anfänglich mit seinem Ägypten-Setting begeistern, was atmosphärische Pyramiden-Kulissen bereithält, fährt Fulci die Ansehnlichkeit mit dem Eintreffen in New York City etwas herunter. Größtenteils findet das Geschehen in der Wohnung der Hackers statt, wenn man nicht gerade in einem Park oder auf der Straße unterwegs ist. Ein bisschen Gates-Of-Hell-Trilogie-Feeling kommt auf, wenn man den Laden von Adrian Marcato (!) aufsucht, der mit lauter ausgestopften Tieren aufwartet. Der Effekte-Kram, der hier aufgetischt wird, wirkt manchmal etwas billig, doch insgesamt bleibt die Inszenierung in sich stimmig. Problematisch sind die Darsteller, bzw. die Rollen, die sie verkörpern. Christopher Connelly bleibt hinter den Erwartungen. Er ist hier als Professor George Hacker lange Zeit blind (aufgrund des Fluchs) und trägt nicht viel zum Geschehen bei. Seine Film-Ehefrau wird von Umbertos Tochter Laura Lenzi verkörpert, bei der auch kaum Feuer zu spüren ist. Mehr Leben bekommt die Inszenierung durch ihre Film-Kinder Brigitta Broccoli und Giovanni Frezza, die sehr viel mehr Aufmerksamkeit bekommen als die Erwachsenen. Ansonsten ist noch Cosimo Cinieri als Adrian Marcato und Carlo De Mejo als Freund der Familie Hacker dabei. 

Auch wenn Fulcis Qualitäten bereits Ermüdungserscheinungen aufweisen, kann mich AMULETT DES BÖSEN immer gut unterhalten. Es gibt ein paar Längen und Schönheitsfehler, aber die surrealen Momente und der tolle Score von Fabio Frizzi sorgen für einen atmosphärischen Ägypten-Horrorfilm in New York. 

(Bjoern Candidus) 

*Podcast-Besprechung bei „Antenne Traumstadt“

←The Pyjama Girl Case, 1977 – ★★★½
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