ER KAM NUR NACHTS
(THE NIGHT WALKER, USA, 1964, Regie: William Castle)
Mit ER KAM NUR NACHTS hat William Castle einen spannenden Thriller gezimmert, der auf ein Drehbuch von Robert Bloch basiert, was meistens eine gute Voraussetzung ist. Es geht um den gutbetuchten Howard Trent, der erblindet ist. Er vermutet, dass ihn seine Frau Irene betrügt, denn im Schlaf spricht sie ständig von einem Mann, den sie anhimmelt. Als Howard bei einer Explosion ums Leben kommt, scheinen sich ihre Träume in Alpträume zu verwandeln. Sie wird von schrecklichen Erscheinungen ihres Ehemannes geplagt. Verzweifelt sucht sie Hilfe bei dem Anwalt Barry Moreland, der ein ehemaliger Vertrauter ihres Mannes war.
Obwohl wir es hier nicht mit einem Horrorfilm im klassischen Sinne zu tun haben, lässt ihn Castle doch so aussehen. Fotografiert in schönen Schwarzweißbildern, erzeugt Castle eine schaurige Atmosphäre, die er kontinuierlich aufrechterhält. Paranoia und ein Gefühl von Bedrohung macht sich breit. Besonders eine Szene mit Menschenpuppen, die in einer Kirche stehen, hat was verstörendes und mich an eine Folge aus der TWILIGHT ZONE erinnert. Mit Barbara Stanwyck hat man eine kompetente Dame gecastet, der die Opferrolle gut zu Gesicht steht. Neben ihr sind Robert Taylor und Hayden Rorke an Bord.
ER KAM NUR NACHTS ist ein gruseliger Krimi-Thriller mit spannenden Momente und einem netten Twist am Ende.
(Bjoern Candidus)
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