MOSQUITO
(USA, 1994, Regie: Gary Jones)
Eine Gruppe Menschen, darunter der Wissenschaftler Dr. Parks, flüchten vor Moskitos, die aufgrund des Blutes eines Aliens riesig geworden sind. Sie verschanzen sich in einem Landhaus, doch sie unterschätzen die Gier der Moskitos nach menschlichem Blut.
Nach einer kurzen Sequenz im Weltall, in der man zwei Raumschiffe sieht, von denen eins auf dem Weg zur Erde unterwegs ist und dort schließlich abstürzt, wird schnell klar, dass man es hier mit einer 90er-Jahre-Hommage an das Monsterkino der 50er-Jahre zu tun hat. Man kennt ähnliche Szenen auch aus 80er-Jahre-Produktion wie DIE NACHT DER CREEPS (1986) oder aus dem BLOB Remake aus dem Jahre 1988. Hier konzentriert man sich auf herkömmliche Moskitos, die die Größe eines Bernhardiner annehmen und fleißig Menschen absaugen. Lobenswert ist dabei der Einsatz von Animatronic-Moskito-Modellen, die wirklich schön geworden sind. Auch in diesem Punkt hält sich der Film klassisch und erinnert an C2 – KILLERINSECT (1993), was auch auf das Setting zutrifft. Wälder und Wiesen sind meistens eine gute (und günstige) Idee.
Neben einigen gelungenen Monster-Effekten hat MOSQUITO auch ein bisschen Blut, Schleim und Ekel zu bieten. Sehr gelungen sind die Opfer der Moskitos. Der Mangel an Spannung und Atmosphäre (alles ist viel zu hell) wird durch das Tempo wieder ausgeglichen. Man ist hier viel in Bewegung. Das Problem der Produktion sind aber eindeutig die Darsteller, bzw. die nervigen Figuren, die sie verkörpern. Unter den austauschbaren Nullgesichtern darf sich zumindest Gunnar „Leatherface“ Hansen blicken lassen, der natürlich eine Kettensäge schwingen darf. Er dürfte hier der einzige Bekannte sein, aber der rettet das restliche Figuren-Desaster auch nicht, was mir vor allem durch die dämlichen Dialoge aufgestoßen ist.
Coole Moskito-Modelle und Ekel-Effekte werten MOSQUITO auf, während ihn die Darsteller teilweise zerstören. Monster-Tierhorror im Mittelfeld.
(Bjoern Candidus)
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