DIE NACHT DER SCHREIE
(THE OFFSPRING, USA, 1987)
Eine Journalistin macht sich auf in die kleine US-Stadt Oldfield. Dort befragt sie einen alten Bibliothekar (Vincent Price) über seine Schwester, die kürzlich als Mörderin hingerichtet wurde. Anhand von mehreren Geschichten macht er ihr klar, dass Oldfied nicht das beschauliche Städtchen ist, für das man es hält, sondern vielmehr eine Brutstätte des Bösen.
Jeff Burr (STEPHFATHER 2, 1989) hat hier ein sehr ordentliches Filmdebüt abgeliefert und liefert Nekrophilie, Inzest, Voodoo, mörderische Kannibalen-Kinder und vieles mehr.
Mit der Stadt Oldfield in Tennessee, die das Grauen auf unterschiedliche Art beherbergt, hat man einen glänzenden Schauplatz für die Episoden, die von einer gelungenen Rahmenhandlung gestützt werden. Der Film glänzt durch sehr versierte Make-up-Effekte, die eine ordentliche Härte an den Tag legen und blutgetränkt sind. Burr liefert
makabere Ideen, skurrile Figuren und versprüht den Charme von EC-Horror-Comics, ist aber weniger schrill unterwegs.
Auch die Wahl der Darsteller ist gelungen. Neben dem hoch geschätzten Vincent Price gibt es auch ein Wiedersehen mit Clu Gulager (RETURN OF THE LIVING DEAD, 1985), Terry Kiser (FRIDAY THE 13th – PART 7, 1988), Susan Tyrrell (ANDY WARHOL‘S BAD, 1977), Martine Beswick (DR. JEKYLL AND SISTER HYDE, 1971) und Cameron Mitchell (MINNESOTA CLAY, 1964). Abgerundet wird der Film von einem starken Score von Jim Manzie.
DIE NACHT DER SCHREIE ist ein qualitativer, kurzweiliger, blutiger und ideenreicher Horrorfilm, der zu den stärksten Beiträgen im Bereich der Horror-Episodenfilme der 80er-Jahre gehört.
(Bjoern Candidus)
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