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Minnesota Clay, 1964 – ★★★½

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

MINNESOTA CLAY
(Italien, Frankreich, Spanien, 1964, Regie: Sergio Corbucci) 

Nach dem weltweiten Erfolg von Sergio Leones FÜR EINE HANDVOLL DOLLAR (1964), der eine hochpotente Welle von Italowestern auslöste, sprang auch Sergio Corbucci auf diese auf und servierte mit KEIN CENT FÜR RINGOS KOPF (1964) seinen ersten Western. Im gleichen Jahr folgte mit MINNESOTA CLAY ein weiterer Beitrag aus dem Haus Corbucci.

Hier geht es um „Minnesota Clay“, einem berühmt-berüchtigten Revolverheld, der ein spezielles Problem hat: er kann immer schlechter sehen und droht zu erblinden. Das hält ihn aber nicht davon ab, aus einem Gefangenen-Arbeitslager zu fliehen, in dem er, unschuldig verurteilt, gefangen gehalten wird. Die Flucht gelingt. Er schmiedet einen Plan, sich an der Person zu rächen, die ihn hinter Gitter gebracht hat. 

Auch wenn Corbucci noch ein bisschen entfernt ist von der Größe seiner späteren Werke wie DJANGO (1966), LEICHEN PFLASTERN SEINEN WEG (1968) oder LASST UNS TÖTEN, COMPANEROS (1970), sieht man hier deutlich seine Liebe und sein Geschick für den Italowestern. 
Alles wirkt hochwertig, der Film ist versiert fotografiert und toll ausgeleuchtet; es mangelt nicht an Action und Spannung, die vor allem im letzten Drittel mit einer düsteren Atmosphäre einhergeht. Etwas ausdruckslos ist der Score von Piero Piccioni. Die Wahl der Darsteller ist sehr gelungen. Cameron Mitchell hat als Minnesota Clay den Charme für sich gepachtet. Auch George Rivière als sein Gegenspieler Fox, gibt eine gute Figur ab. Rivière hat eine Gewisse Ähnlichkeit mit Lee van Cleef, und damit hat man quasi schon gewonnen. Und dann ist da noch der legendäre Fernando Sancho, den ich immer gerne sehe. 

MINNESOTA CLAY ist keins von Corbuccis Meisterwerken, aber ein von Grund auf solider und handfester Beitrag in der Welt der Italowestern.

(Bjoern Candidus)

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