VOODOO BLOOD
(VOODOO DAWN, USA, 1990, Regie: Steven Fierberg)
Zwei Studenten kämpfen auf ihrer Reise nach South Carolina gegen den bösartigen Macoute, der mit seinen Voodoo-Praktiken Zombies erschafft.
Steven Fierberg greift hier das Voodoo-Thema auf, was immer wieder im Horrorfilm vorkommt. Populäre Beispiele sind WHITE ZOMBIE (1932), ICH FOLGTE EINEM ZOMBIE (1943), ANGEL HEART (1987), DAS RITUAL (1987) und DIE SCHLANGE IM REGENBOGEN (1988).
Obwohl die Inszenierung gut aussieht und ab der Mitte ordentlich an der Voodoo-Mystery-Schraube dreht, ist der Weg dahin etwas zäh geraten. Man nimmt sich wirklich viel Zeit für die Einführung der Studenten und der Gastarbeiter auf den Plantagen. Tauchen dann die ersten unter einem Bann stehenden Menschen auf, nimmt der Film an Spannung zu. Hier gibt man sich wirklich Mühe, atmosphärische Bilder mit Voodoo-Klimbim zu präsentieren. Überhaupt ist die Kulisse erfrischend. Der Drehort Charleston, South Carolina, USA ist abwechslungsreich. Das sonnige Wetter und die Naturkulissen mit Seen, Plantagen und Bäumen sind selten im Genre.
Während mir Kirk Baily, Billy ‚Sly‘ Williams und Gina Gershon unbekannt waren, freute ich mich auf ein Wiedersehen mit Tony Todd als Ex-Diktator und Voodoopriester Macoute. „Tonton Macoute“ ist die Bezeichnung der haitianischen Miliz, die 1959 unter dem Diktator François Duvalier entstand. 1988 taucht der Charakter auch in Wes Cravens Film DIE SCHLANGE IM REGENBOGEN auf.
Etwas zäh, manchmal sperrig, aber voller Mystery-Stimmung stellt VOODOO BLOOD eine nette Abwechslung im Horror-Genre dar. Am Drehbuch schrieb im Übrigen John Russo mit.
(Bjoern Candidus)
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