HOLLYWOOD CHAINSAW HOOKERS
(USA, 1988, Regie: Fred Olen Ray)
Fred Olen Ray, der sich mit Anti-Meisterwerken wie SCALPS (1983) oder BIOHAZARD (1985) einen Platz in der Spezialabteilung meines Herzens gesichert hat, packt hier die Kettensäge aus und spinnt sogar noch eine Sekte drum herum. Dieser Sekte kommt der Privatdetektiv Raymond, ähm, Jack Chandler auf die Spur, der die vermisste Teenagerin Samantha aufspüren soll. Vorher darf er sich aber noch mit ein paar weiblichen Brüsten amüsieren.
Fred Olen Ray mixt hier den Detektiv-Film mit dem Fun-Splatter-Kino der späten 80er-Jahre zusammen und lässt neben John Henry Richardson als Detektiv auch noch Gunnar Hansen und Linnea Quigley auffahren, die beide nicht die begnadetsten Darsteller sind, aber wer würde die auch in einem Fred Olen Ray Film erwarten? Titten, Blut und krude Ideen gibt es statt Ernsthaftigkeit und Spannung. Nichtsdestotrotz kann man hier seinen Spaß haben, wenn man sich irgendwo zwischen TEXAS CHAINSAW MASSCRE 2 (1986) und dem Universum von H. G. Lewis wohl fühlt.
HOLLYWOOD CHAINSAW HOOKERS wirkt etwas, als hätte man versucht, einen Film Noir Krimi in einem Kaugummiautomaten zu inszenieren. Bekloppt amüsant.
(Bjoern Candidus)
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