ALIEN PREDATOR
(THE FALLING, Puerto Rico, Spanien, USA, 1986, Regie: Deran Sarafian)
Die drei Amerikaner Damon, Michael und Samantha machen in der Bergen Spaniens Urlaub. Doch ausgerechnet in dieser Gegend ist eine kleine Forschungsstation aus dem Weltraum abgestürzt, in der sich außerirdische Sporen befanden. Diese geraten nun an die Luft und infizieren Menschen und Tiere.
Regisseur Deran Sarafian (MIT STÄHLERNER FAUST, 1990) hat hier einen handfesten Alien-Virus-Horrorfilm abgeworfen, der ordentlich zur Sache geht. Die Bilder sind sehr stimmig, werden beherrscht von einer düsteren Atmosphäre bei Nacht oder den sonnigen Ansichten der felsigen Landschaft von Spanien. Dazu darf man sich an der Architektur der Häuser eines Bergdorfes freuen, die für gruselige Stimmung sorgt. Für das Urlaubs-Feeling, was sich die drei Touristen im Film erhoffen, ist jedenfalls gesorgt, erst mal. Aber wenn es dann zur Sache geht, sorgen hervorragende Gore-Effekte und Latex-Masken dafür, dass die Stimmung kippt. Kontaminierte Kühe, die Erinnerungen an den Extended-Cut von ALIEN 3 (1992) erwecken, und andere Make-up-Effekte, werden Freunde von THE THING (1983) und Co. beglücken. Die Horror-Szenen werden wohl dosiert eingesetzt, was allerdings dazu führt, dass man auch immer wieder zähe oder sich wiederholende Abschnitte erdulden muss. Von den Darsteller dürfte Dennis Christopher (DIE SCHÖNEN MORDE DES ERIC BINFORD, 1980) am bekanntesten sein, der hier sonderbar aufdreht. An seiner Seite sind die beiden ziemlich blass wirkenden Martin Hewitt und Lynn-Holly Johnson. In dem Punkt bleibt der Film schwach, macht aber nichts.
Auch wenn ALIEN PREDATOR inhaltlich nichts Neues zu bieten hat und manchmal auf der Stelle tritt, glänzt er doch mit versierten Effekten und einer rundum gelungen 80er-Horror-Atmosphäre.
(Bjoern Candidus)
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