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Frogs, 1972 – ★★★½

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

FRÖSCHE – KILLER AUS DEM SUMPF
(FROGS, USA, 1972, Regie: George McCowan)

Der Millionär Jason Crockett hat mit Chemiekeulen die Umwelt um seinen Landsitz in den Sümpfen Floridas kontaminiert. Das erhitzt die Gemüter der Fauna, die prompt zum Angriff übergeht. Der passende Moment der Rache, denn Jason Crockett will, wie jedes Jahr, gemeinsam mit seiner Sippschaft seinen Geburtstag in seiner weitläufigen Villa feiern. 

Dass das titelgebende Tier gar nicht das mörderische Monster ist, sondern eher eine Art Anstifter, ist zwar ein Titel-Schwindel, aber ein legitimier, der vor allem durch den deutschen Titel, FRÖSCHE – KILLER AUS DEM SUMPF, verstärkt wird. Anders wäre wahrscheinlich auch nicht das schöne Filmplakat entstanden, was einen Frosch ziert, der eine menschliche Hand frisst. Die Frösche glänzen vor allem mit ihrer Anwesenheit; man hört und sieht sie. Es sind vor allem Schlangen, Echsen, Blutegel und Spinnen, die hier angreifen. Also Tiere die nur schlecht bis gar nicht hören können, auch keine Frösche, die zum Angriff quaken. Aber gut, das Horror-Kino ist kein Ort der Logik, und das ist auch gut so. Woran es auf jeden Fall krankt, sind die Angriffe. Die meisten sind nicht gerade gut inszeniert, was aber auch an den meist eher harmlosen Tieren liegt. Sehr gelungen sind hingegen die Tier-Aufnahmen an sich, die extra für den Film entstanden sind. Gerade Freunde von Reptilien und Amphibien kommen hier auf ihre Kosten. Was man George McCowans Inszenierung auch anrechnen muss: sie besitzt eine packende und beunruhigende Atmosphäre, die zusätzlich von Les Baxters Score veredelt wird. 

Wer grundsätzlich ein Problem mit Froschquaken hat, wird sicherlich mit diesem Film nicht allzu viel Spaß haben, da dieses fast permanent zu hören ist, aber es verstärkt auch die Bedrohungslage und hat für mich als auditiver Terror funktioniert. Zudem ist das Florida-Setting schön anzusehen. Die Gewässer, Bäume mit Spanischem Moos, was gespenstig herabhängt und immer wieder von Nebel umwandert wird, bauen eine unheimliche Atmosphäre auf. Was man sicherlich etwas kritisieren kann sind die Figuren und die vielen Gespräche, die sich irgendwann wiederholen. Dabei ist die Besetzung gar nicht schlecht. Ray Milland ist mir immer willkommen und passt glänzend in die Rolle des gebrechlichen Griesgrammillionärs.  
Ebenfalls im Sumpf: Sam Elliott. 

FRÖSCHE – KILLER AUS DEM SUMPF ist ein atmosphärisch dichter Pre-JAWS-Tierhorrorfilm aus dem Hause A.I.P. mit (fast) obligatorischer Öko-Botschaft, die aber durch alles andere untergeht. Egal, denn der Film macht einfach Spaß, auch wenn man ein paar langweilige Abschnitte in Kauf nehmen muss. 

(Bjoern Candidus)

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