LAKE PLACID
(Kanada, USA, 1999, Regie: Steve Miner)
Gemeinsam mit Wildhüter Jack, Hector, einem Professor und dem stadtansässigen Sheriff, untersucht die Paläontologin Kelly Scott einen Fall am Lake Placid in Maine, bei dem ein Taucher in zwei Hälften gerissen wurde. Man findet in der Leiche einen riesigen Krokodilzahn, der Fragen aufwirft. Fragen, die alsbald beantwortet werden, denn ein riesiges Krokodil macht die Gegend unsicher, und es hat Hunger.
FRIDAY THE 13TH (1980) – Produzent Steve Miner, der immer wieder solide Arbeit abgeliefert hat, wirft man mal einen Blick auf HOUSE (1985) oder WARLOCK (1989), begibt sich hier in Tierhorror-Gefilde. Schon die Eröffnungsszene mit dem Taucher lässt unweigerlich an DER WEISSE HAI (1975) denken. Dass die vielseitigen Kräfte von Spielbergs Meisterstück hier nicht erreicht werden, dürfte allerdings klar sein. Aber Steve Miner hat genug eigene Luft, um sich etwas zu lösen. Neben der von Stan Winston geschaffene Hauptfigur, das riesige Krokodil, ist es die Besetzung, die sich sehen lassen kann. Bill Pullman ist fast immer gut, ohne viel zu machen und Bridget Fonda überzeugt mit bissigen Sprüchen. Daneben erhöhen Oliver Platt und Brendan Gleeson die Stimmung. Die Dialoge zwischen den Figuren sorgen jedenfalls meistens für erhellende Momente. Die Kroko-Effekte sind sowohl handgemacht als auch am Rechner entstanden und können sich meistens sehen lassen. Die Panzerechse aus DER HORROR-ALLIGATOR (1980) von Lewis Teague wirkt allerdings etwas bedrohlicher und weniger entspannt als der am Lake Placid ansässige Beißer. Egal, fressen kann er und sorgt für ein paar starke Momente, die dann sogar durchaus spannend inszeniert wurden.
LAKE PLACID serviert Altbekanntes, kann sich aber durch seine unterhaltsamen Charaktere und dem schönen Natur-Setting behaupten und zumindest im Bereich der 90er-Jahre-Tierhorrorfilme auf einen der vorderen Plätze fläzen.
(Bjoern Candidus)
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