Zum Inhalt springen
  • Episoden
  • Rezensionen
  • Über uns
  • Wo Ihr uns findet
  • Kontakt

I Don’t Want to Be Born, 1975 – ★★★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

DER TEUFEL IN IHR
(I DON‘T WANT TO BE BORN, GB 1975, Regie: Peter Sasdy)

Erst scheint es so, als wolle Lucys Kind bei der Geburt nicht zur Welt kommen, dann ist es ungewöhnlich groß. Da das nicht reicht, um Lucy und ihrem Ehemann Gino das Leben schwer zu machen, ist der kleine Hosenscheißer zudem auch noch äußerst stark, aggressiv und neigt dazu, Menschen zu verletzen. Sie suchen nach Hilfe, die möglicherweise bei Ginos Nonnen-Schwester Albana zu finden ist, denn alles deutet daraufhin, dass der Teufel mit dem Kind auf die Welt gekommen ist.

Peter Sasdy, der vorher für die HAMMER-Studios WIE SCHMECKT DAS BLUT VON DRACULA? (1970), COMTESSE DES GRAUENS (1971) und HÄNDE VOLLER BLUT (1971) inszenierte, reagierte hier nicht nur auf ROSEMARY‘S BABY (1968), DER EXORZIST (1973) und seine Rip-Offs, sondern (möglicherweise) auch auf DIE WIEGE DES BÖSEN (1974) von Larry Cohen, der sich wiederum nicht mit okkulten oder übersinnlichen, sondern mit medizinischen Themen auseinandersetzt. Monströse Babys oder Kinder dürften jedenfalls einen Nerv getroffen haben. Was hier auffällt sind gewisse Parallele zu DAS OMEN (1976) von Richard Donner, dessen Story von David Seltzer stammt und ein Jahr später höchst erfolgreich ins Kino kam. Die Story zu DER TEUFEL IN IHR stammt hingegen aus der Feder von Nato de Angeles. Inwieweit die eine Story nun Einfluss auf die andere hatte, weiß ich nicht. Auch wenn es Gemeinsamkeiten in Form und Inhalt gibt, sind beide eigenständig genug, abgesehen davon wird die visuelle Kraft von Donner nicht erreicht, was nicht heißen soll, der Film sei hässlich oder langweilig inszeniert. Ein paar Schocks, ein bisschen Blut und ein paar krude Einfälle hauchen ihm Leben ein. Die herbstliche Kulisse sorgt für eine wohlige Atmosphäre, das moderne Treiben auf Londons Straßen steht im Kontrast. Kontrastreich ist auch der funkige, psychedelische Score von Ron Grainer, der sehr stark ist, doch leider oft nicht zum Film passt. Wer hingegen sehr gut zum Film passt: der wunderbare Cast.  
Joan Collins und Ralph Bates harmonieren als Elternpaar mit teuflischen Problemen. Stets verlässlich: Donald Pleasence, hier als Arzt Dr. Finch. Als Nonne ist Eileen Atkins zur Stelle, während für die Rolle der Haushälterin Hilary Mason verantwortlich ist. Als würde das nicht schon reichen, gibt es auch ein Wiedersehen mit Caroline Munro und John Steiner. Nicht ganz so überzeugend ist die Inszenierung des Babys. An sich ist es ein normales Baby. Tritt es in Aktion, passiert dies meistens im Off oder in der POV. Ansonsten schläft es oder stiert in der Gegend herum. Schön verstörend wird es allerdings, wenn das Baby gegenüber Lucy sein Äußeres verändert, um sie zu triggern.  

Gute Darsteller, eine dichte Atmosphäre und ein paar schräge Einfälle machen DER TEUFEL IN IHR zu einem soliden Beitrag zum Thema „Böse Kinder“. 

(Bjoern Candidus)

←Satan’s Blood, 1978 – ★★★½
Lake Placid, 1999 – ★★★½→

Kommentare

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge

  • River’s Edge, 1986 – ★★★★

    7. September 2026
  • White Star, 1983 – ★★★★½

    5. September 2026
  • Fortsetzungen

    3. September 2026
  • The Angry Red Planet, 1959 – ★★★

    3. September 2026

Impressum · Datenschutzerklärung · © 2026 Antenne Traumstadt