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Earth vs. the Flying Saucers, 1956 – ★★★½

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

FLIEGENDE UNTERTASSEN GREIFEN AN
(EARTH VS. THE FLYING SAUCERS, USA, 1956, Regie: Fred S. Sears)

Als sich fliegende Untertassen der Erde nähern, sieht es nach einer Invasion aus. Doch eigentlich wollen die Aliens nur um Hilfe bitten, da ihr Planet zerstört wurde. Doch der Hilferuf kann nicht entschlüsselt werden, und so kommt es dazu, dass die Army den ersten Schuss abgibt. Ein folgenschwerer Fehler, der sich zu einem weltweiten Krieg zwischen Menschen und Aliens entwickelt. 

Nach einer Einleitung eines Off-Sprechers über fliegende Untertassen, lässt sich Regisseur Fred S. Sears nicht lange Zeit, um seine Invasion zu starteten. Hier geht es Schlag auf Schlag zu. Darunter leiden zwar die Charakter-Zeichnungen, aber wenn man ehrlich ist, sind die im Monster- / Scifi-Kino der 50er-Jahr sowieso meistens recht dürftig. Die Zuschauer wollten Ungeheuer, Raumschiffe, Katastrophen und fremde Welten sehen, und das sollten sie hier teilweise auch bekommen. Ray Harryhausen lässt die Dinosaurier diesmal im Schrank und konzentriert sein Können auf fliegende Untertassen und Zerstörung. Es ist einfach schön, wie hier die vertraut aussehenden Ufos als Scheiben am Himmel schweben und Gebäude zerstören, u.a. das Washington Monument und das Kapitol. Harryhausens Stop-Motion-Effekte sind wieder wunderbar geworden und dominieren ganz klar die gesamte Inszenierung. Ergänzt werden die Effekte von Archivmaterial, was Planeten, die Sonne, Naturkatastrophen und Rakentenabschüsse zeigt, die dann geschickt mit einfließen. Was abfällt ist die Darstellung der Außerirdischen, die sich in ihren Gummianzügen sehr steif und schwerfällig bewegen. Zumindest darf man einmal unter ihre Helme blicken und das wahre Gesicht der Aliens sehen. 

Auf Seiten der Menschen, die natürlich als aller erstes das Feuer eröffnen, wird fleißig versucht, eine Waffe gegen die Außerirdischen zu finden, da deren Raumschiffe mit einem Schutzfeld ausgestattet sind. In Sachen Fragen und Problembewältigung versumpft die Story dann etwas in der Belanglosigkeit. Filme wie DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND (1951) oder KRIEG DER WELTEN (1953) sind in dem Punkt weitaus interessanter. 

FLIEGENDE UNTERTASSEN GREIFEN AN ist kurzweiliges Invasions-Scifi-Kino mit austauschbaren Charakteren, aber mit ordentlichen Effekten und ikonischen Szenen, die durchaus prägend für die Filmlandschaft waren. 

(Bjoern Candidus)

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