Zum Inhalt springen
  • Episoden
  • Rezensionen
  • Über uns
  • Wo Ihr uns findet
  • Kontakt

Hitcher in the Dark, 1989 – ★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

HITCHER IN THE DARK
(PAURA NEL BUIO, Italien, USA, 1989, Regie: Umberto Lenzi)

Enttäuscht von seiner Mutter, die ihn einst wegen ihres Tennislehrers im Stich gelassen hat, fährt Mark mit seinem riesigen Wohnmobil durch die Weiten der USA. Auf dieser Tour greift er immer wieder junge Frauen auf, die er unliebsam behandelt, bevor er sie tötet. Dann stößt er auf Daniela, die gerade Schwierigkeiten mit ihrem Freund Kevin hat. Er entführt sie, scheidet ihr die Haare und erkennt immer mehr seine Mutter in ihr.

Die Filme aus Joe D’Amatos Produktionsschmiede Filmirage durchlaufen Höhen und Tiefen, und so später die Produktionen entstanden sind desto schlechter wurden sie. HITCHER IN THE DARK bildet da mit Baujahr 1989 keine Ausnahme, auch nicht durch Lenzi als Regisseur. 

Das Spätwerk von Umberto Lenzi ist alles andere als gut. Wie die meisten seiner Kollegen lag die große Phase des Schaffens längst zurück. Aus psychologisch aufgeladenen Gialli und zünftigen Polizeifilmen wurden lauwarme Action- und Horrorfilme, die sich zumindest teilweise mit ihrem Charme über Wasser halten konnten. Und so weichen auch Typen wie Tomas Milian Bübchen wie Joe Balogh (BLACK ZOMBIES, 1991), der hier einen Psychopathen spielt, der so hilflos wirkt, dass man ihm fast unter die Arme greifen möchte. Hilfreicher wird es auch nicht durch Josie Bissett (MIKEY, 1992) als das weibliche und Jason Saucier (DAS HOTEL IM TODESMOOR, 1987) als das männliche Opfer. Totalausfälle sind sie dann aber auch nicht. Das Hauptproblem ist die holprige Dramaturgie und der Mangel an Spannung, der daraus resultiert. Immerhin bleibt die Inszenierung in Bewegung und bietet sonnige Ansichten von Virginia, die eine angenehme Sommerurlaubs-Atmosphäre heraufbeschwören, und in diesem Punkt macht der Film tatsächlich Spaß. Doch das reicht natürlich nicht aus, um sich hier 90 Minuten zu vergnügen. Hätte sich Lenzi ein bisschen mehr Mühe bei der Ausarbeitung seines Psychopathen gegeben und hätte er die Gewaltschraube etwas mehr angezogen, hätte man hier unter dem Strich sicher mehr rausholen können. Untermalt wird das Ganze von einem Score von Carlo Maria Cordio (ABSURD, 1981 / ENDGAME, 1983), der auch schon besser geklungen hat. 

Hohlköpfe in Pastellfarben, ein Möchtegern-Vergewaltiger, ein bisschen Gewalt, Wohnmobile, Campingplätze, Autokinos und der sommerliche Anstrich von Virginia bestimmen HITCHER IN THE DARK, der sich vor Filmen wie HITCHER, DER HIGHWAYKILLER (1986) definitiv verstecken muss. 

(Bjoern Candidus)

←Messiah of Evil, 1974 – ★★★★½
House, 1985 – ★★★½→

Kommentare

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge

  • River’s Edge, 1986 – ★★★★

    7. September 2026
  • White Star, 1983 – ★★★★½

    5. September 2026
  • Fortsetzungen

    3. September 2026
  • The Angry Red Planet, 1959 – ★★★

    3. September 2026

Impressum · Datenschutzerklärung · © 2026 Antenne Traumstadt