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House IV, 1992 – ★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

HOUSE 4
(USA, 1992, Regie: Lewis Abernathy)

Nach dem Unfalltod ihres Mannes Robert zieht Kelly mit Tochter Laurel, die seit dem Verkehrsunfall in einem Rollstuhl sitzt, in das Haus, was ihr Mann von seinem Großvater geerbt hat. Doch Roberts Halbbruder Burke will das Haus in seine Hände bekommen, und er lässt nichts unversucht, es auch zu bekommen. Doch im Haus leben Geister, die das verhindern wollen. 

Der Boden ist erreicht. Nach dem HOUSE und HOUSE 2 ordentliche Horror-Komödien wurden, ging es mit HOUSE 3, der eine völlig andere Richtung eingeschlagen hat, schon deutlich abwärts. Doch HOUSE 4 zerschellt förmlich, wenn er nach über 90 Minuten freiem Fall endlich den Boden erreicht hat. 

Wieder von Sean S. Cunningham produziert, führte diesmal Lewis Abernathy Regie, der offensichtlich, samt der zahlreichen Hände, die an der Story involviert waren, mit allem überfordert war. Schon die Idee, William Katt aus dem ersten HOUSE für eine kurze Szene am Anfang (und Ende) zurückzuholen, ist purer Unfug. Er spielt nämlich wieder Robert Cobb, der diesmal ein anderes Haus erbt, eine andere Frau und plötzlich eine Tochter statt einen Sohn hat. Immerhin scheidet er schnell aus dem Leben, denn es soll schließlich um seine Frau Kelly (Terri Treas) und Laurel (Melissa Clayton) gehen, die in ein Spukhaus ziehen, in dem es nach gut 40 Minuten Spielzeit auch mal kurz spuken darf. Es gibt ein Pizzagesicht (NIGHTMARE ON ELM STREET 4 lässt grüßen), und einmal bekommt Kelly eine Blutdusche ab. Ansonsten hält sich die Inszenierung nämlich vor allem mit vielen öden, aber vor allem lächerlichen Figuren auf, die alles zu einem ungenießbaren Brei werden lassen. Es gibt einen total langweiligen Indianer (hier werden Erinnerungen an POLTERGEIST 2 wach) und den nervigen (Halb-) Bruder von Robert und seine Handlanger. Und natürlich das Mutter-/ Tochter-Duo, das an Langeweile und Ausdruckslosigkeit kaum zu übertreffen ist. Selbst die Klänge von Herry Manfredini stehen auf Ödnis. Der skurrile Humor, den zumindest die ersten beiden Teile mitbrachten, verkommt hier zu nervigem Quatsch. 

HOUSE 4 ist das traurige Ende eines durchaus fantasievollen Franchise, was sich vor allem durch kreative Monster und Effekte auszeichnet, von denen in Abernathys Teil nicht mehr viel von zu sehen ist. 

(Bjoern Candidus)

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