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Bad Moon, 1996 – ★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

BAD MOON
(USA, 1996, Regie: Eric Red)

Der Journalist Ted Harrison und seine Frau werden auf einer Expedition durch Neapel von einem Werwolf angegriffen. Bei dem Angriff stirbt Teds Frau, während er den Werwolf töten und verletzt aus dem Dschungel entkommen kann. 
Um wieder Boden unter den Füßen zu bekommen, quartiert er sich bei seiner Schwester Janet und deren Sohn Brett ein, die zwischen Bergen und Bäumen im Nordwesten der USA wohnen. Doch Ted bringt ein haariges Geheimnis mit: nachts verwandelt er sich in einen Werwolf. 

Als Regisseur (COEN & TATE, 1988) und Autor (HITCHER, 1986 / NEAR DARK, 1987) konnte mich Eric Red stets überzeugen, aber BAD MOON krankt vor allem an der Story und den Figuren, bzw. Darstellern. Das Drehbuch stammt von Red, die Story basiert auf dem Roman „Thor“ von Wayne Smith. 

Der Film startet mit einer sehr atmosphärischen und recht blutigen Pre-Titel-Sequenz. Es geht in den Dschungel von Neapel, wo Ted Harrison auf einen Werwolf stößt. Hier punktet der Film vor allem mit einem tollen Werwolf-Design, was stark an das aus THE HOWLING (1981) erinnert. Auch im späteren Verlauf ist die Präsentation des Werwolfs eins der wenigen Highlights. Die billigen CGI-Verwandlungs-Effekte der Kino-, bzw. Video-Fassung wurden von Red im Rahmen eines Director‘s Cut glücklicherweise weitesgehend entfernt. Am bedauerlichsten ist es, dass sich der Werwolf überhaupt zurückverwandeln kann, denn wenn er das tut, ist Michael Paré im Bilde. Michael Parés (MOON 44, 1990) Rolle als Ted verhält sich kaum nachvollziehbar bis dumm und lädt nicht eine Sekunde zum mitfiebern ein. Die Ausdruckslosigkeit von Paré erledigt dann den Rest. Auch Mariel Hemingway als Teds Schwester Janet hat mich bereits nach fünf Minuten genervt, was sich im Verlauf der Inszenierung aber etwas gelegt hat. Immerhin nimmt sich Red nicht mal 80 Minuten Zeit für seinen Film, und so kommt es kaum zu Längen. Außerdem hat Kameramann Jan Kiesser wirklich tolle Bilder fotografiert. Die Naturkulisse von BAD MOON ist beeindruckend, was man vom Inhalt leider nicht behaupten kann. 

Rein visuell ist BAD MOON ein schönes 90er-Jahre-Werwolf-Horror-Relikt, dem aber durch die dämlichen Figuren und der dümmlichen Story großen Schaden zugefügt wird. 

(Bjoern Candidus)

←Survival of the Dead, 2009 – ★★½
Lone Wolf, 1988 – ★→

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