DIE LEICHENFABRIK DES DR. FRANKENSTEIN
(IL CASTELLO DELLA PAURA, Italien, 1974, Regie: Dick Randall)
Die Bauern in einer kleinen Stadt sind besorgt, denn ein Grabschänder treibt sich herum. Schnell fällt der Verdacht auf Dr. Frankenstein, der mit seinen degenerierten Gehilfen im unweit gelegenen Schloss wohnt. Dort will Dr. Frankenstein einem Neandertaler helfen, dem die Dörfler ein Dorn im Auge ist. Als Frankensteins Helferzwerg Spuren am Grab hinterlässt, wird er vom Schloss verbannt und trifft auf einen weiteren Neandertaler, der ihm bei seiner Rache an Dr. Frankenstein helfen soll.
Dick Randalls beinah einzige Regiearbeit DIE LEICHENFABRIK DES DR. FRANKENSTEIN startet sofort durch. Schon in der ersten Sekunde befindet man sich in einer Schlacht zwischen Bauerntölpel und einem Neandertaler, noch bevor die Credits einsetzen. Hat man diesen Anblick erst verarbeitet, wird man in vertrautere Gefilde gehievt. Man lernt Rosanno Brazzi als Dr. Frankenstein kennen, der leider extrem gelangweilt und charakterlos bleibt, aber dafür hat der Zuschauer das Umfeld des Doktors: zwei Damen, den Gehilfen Hans (Luciano Pigozzi), Igor (Gordon Mitchell) und den Zwerg Genz (Michael Dunn). Und dann sind da ja noch gleich zwei Neandertaler Goliath (Loren Ewing) und Ook (Salvatore Baccaro), die viel Spaß und Hässlichkeit mitbringen.
Aber der Film bietet nicht nur lustige Figuren, sondern auch eine schöne Gruselfilm-Atmosphäre in alten Gemäuern. Dazu gibt es immer wieder Ausblicke auf eine schöne Naturkulisse. Besonders gewalttätig ist das Ganze nicht, wobei die Vergewaltigung einer Frau durch einen Neandertaler etwas eklig ist, aber in erster Linie im Off stattfindet.
DIE LEICHENFABRIK DES DR. FRANKENSTEIN ist ein Fest des Irrsinns aus Bella Italia.
(Bjoern Candidus)
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