JÄGER DER APOKALYPSE
(L’ ULTIMO CACCAIATORE, IT, 1980, Regie: Antonio Margheriti)
Im Dschungel von Vietnam soll der US Army Captain Henry Morris einen Propagandasender des Vietcong aufspüren und vernichten. Hilfe bekommt er dabei von einer Kriegsberichterstatterin und einem Trupp Soldaten, die sich ihrem Geheimquartier gegen den Feind verteidigen müssen.
Antonio Margheriti hat mit seiner APOCALYPSE NOW (1979) – Variante einen zünftigen Action-Vietnamkriegsfilm zusammengeschustert, der vor allem von seinem Dschungel-Setting lebt. Schöne Naturaufnahmen werden gepaart mit explosiver Action. Besonders die Anfangs-Sequenz mit reichhaltigen Explosionen weiß zu gefallen. Die Miniatur-Modelle von Häusern und Fahrzeugen, mit denen bei den Explosionen gearbeitet wird, werden geschickt kombiniert. Auch der Gore-Freund wird gut bedient. Nicht jede Schießerei sitzt, aber einzelne Tötungen sind ziemlich saftig inszeniert und erinnern etwas an Margheritis ASPHALT-KANNIBALEN aus dem gleichen Jahr. Etwas unpassend ist der discoartige Score von Franco Micalizzi.
Und wie es sich bei solchen Produktionen gehört, ist auch der Sprüche-Faktor im mittleren Level der politischen Unkorrektheit angesiedelt. Hier passt eigentlich alles gut zusammen. David Warbeck, John Steiner, Luciano Pigozzi und ihre Kollegen geben ein passendes Gespann ab, während Tisa Farrow etwas nervt, aber der Trupp braucht schließlich ein Weibchen.
Alles in allem ist JÄGER DER APOKALYPSE eine handfester Actionfilm mit Ecken und Kanten, in dem es keine Zeit für Langeweile gibt. Die Italiener konnten auch Action.
(Bjoern Candidus)
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