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Deadly Dreams, 1988 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

TRÄUME DES WAHNSINNS
(DEADLY DREAMS, USA, 1988, Regie: Kristine Peterson)

Als Kind musste Alex mitansehen, wie seine Eltern vom Geschäftspartner seines Vaters am Weihnachtsabend erschossen werden. Anschließend richtete sich der Täter, Norman Perkins, selbst. Zehn Jahre später hat Alex plötzlich Alpträume von einem Mann mit einer Wolfsmaske. Langsam glaubt er, Norman Perkins ist von den Toten auferstanden, um ihn aus Rache an seinem Vater zu quälen. Sein bester Freund Danny steht ihm zur Seite, was man von seinem älteren Bruder Jack nicht behaupten kann, denn der denkt nur an die Firma seines Vater, die Alex schon immer egal war. Als die Person aus seinen Alpträumen plötzlich in der Realität erscheint, glaubt er, vollends den Verstand zu verlieren. 

Kristine Peterson (CRITTERS 3, 1991) hat hier einen durchaus ansehnlichen Horror-Thriller gezimmert, der sich zwar mit bekannten Themen schmückt, diese aber für seinen Rahmen ordentlich nutzt. Auch wenn TRÄUME DES WAHNSINNS ein wenig auf der 1988 schon ausgelutschten Slasher-Welle reitet, versucht sich Peterson an einem etwas anderen Ton. Inhaltlich geht es mehr in Richtung NIGHTMARE ON ELM STREET 2 (1985) mit einer Priese SILENT NIGHT, DEADLY NIGHT (1984). Vor allem der Hauptdarsteller, quasi die männliche Screamqueen, Mitchell Anderson (JAWS 4, 1987) macht als geplagter Alex einen guten Job. Das gilt auch für Xander Berkeley (TERMINATOR 2, 1991) als Alex Bruder Jack, der im völliger Kontrast zu seinem Bruder steht, dreht sich bei ihm doch alles nur ums Geld. Maggie, die Dame in der Runde, wird von Juliette Cummins (PSYCHO 3, 1986) dargestellt, während Danny von Thom Babbes verkörpert wird, der gleichzeitig das Drehbuch zu dem Film geschrieben hat.

Auch wenn es Petersons Inszenierung etwas an Atmosphäre mangelt, kann sie das mit der zügigen Art der Erzählung ganz gut ausgleichen. Sie hält sich nicht auf, liefert ein paar kurze Spannungsmomente, ein bisschen Blut und einen schön designten Killer im Jäger-Outfit mit Wolfsmaske. Die Auflösung am Ende ist hingegen weniger überraschend.

TRÄUME DES WAHNSINNS ist ein kleiner, solide inszenierter Horror-Thriller aus der 80er-Videotheken-Ära. Hätte Kristine Peterson hier noch ein bisschen mehr Atmosphäre und Finsternis reingebuttert… 

(Bjoern Candidus)

←Love Letters of a Portuguese Nun, 1977 – ★★★½
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