PELTS
(Kanada, USA, 2006, Regie: Dario Argento)
Der Pelzhändler Jake Feldman kauft bei einem Wilderer ganz besonders schöne Waschbärpelze, die er zu viel Geld machen will. Doch auf den Pelzen lastet ein Fluch, der die Träger dazu bringt, sich auf übelste Art zu verstümmeln und schließlich zu töten.
Im Rahmen der MASTERS OF HORROR Serie durfte Dario Argento nach JENIFER (2005) erneut ran und hat nicht nur einen der stärksten Beiträge der 2. Staffel gezaubert, sondern auch einen visuell recht ansprechenden, der sich vor Filmen wie AURA (1993) und THE STENDHAL SYDROME (1996) nicht verstecken muss. Wie steil es für Argento danach, bzw. auch schon davor bergab ging, ist ja hinlänglich bekannt. Hier hat er sich jedenfalls noch mal richtig ausgetobt und die Gore-Keule mächtig geschwungen und sich musikalisch von Goblin-Urgestein Claudio Simonetti begleiten lassen.
Man sollte hier kein Kunstwerk im Stile von SUSPIRIA oder PROFONDO ROSSO erwarten, aber Argento liefert ein gutes Handwerk und hat scheinbar eine menge Spaß dabei, das sehr blutige Handwerk der KNB-EFX-Group zu präsentieren. Auch Meat Loaf als Pelzhändler und John Saxon als Wilderer passen wunderbar ins Gesamtbild dieses garstigen Sechzigminüters.
Kritik an Tiermord in der Modeindustrie, Menschen die sich selbst häuten oder ihren Kopf mittels Bärenfalle halbieren… PELTS bietet in kurzer Zeit einen blutigen Strauß an Eindrücken, die das Herz des Gore-Fans höher schlagen lassen sollten.
(Bjoern Candidus)
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