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House of Dark Shadows, 1970 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

SCHLOSS DER VAMPIRE
(HOUSE OF DARK SHADOWS, USA, 1970, Regie: Dan Curtis)

Willie Loomis, ein Angestellter der Familie Collins, sucht in der Familiengruft nach einem Schatz, der in einem Sarg verborgen sein soll. Beim öffnen des Sarges erweckt er Barnabas Collins, einen 175-jährigen Vampir. Barnabas sucht seine Nachfahren in dem weitläufigen Schloss auf und stellt sich als Cousin aus England vor. Als er auf Maggie stößt, glaubt er seine ehemalige Geliebte in ihr wiederzufinden.  

Im Jahre 1965 hatte Dan Curtis die Idee zu einer Serie, die als DARK SHADOWS TV-Geschichte schreiben sollte, zumindest in den USA. Von 1966 bis 1971 wurden 1225 Folgen der Soap um den Vampir Barnabas Collins und seine Familie ausgestrahlt. 

Für die Kino-Adaption hat Curtis das Grundgerüst der Serie beibehalten, setzt aber neu an und verändert die Story. Man muss die Serie also nicht kennen, um hier durchzublicken. Was Dan Curtis in seinen Filmen immer wieder gut beherrscht, ist eine unheimliche Atmosphäre zu erzeugen. Finstere Gemäuer und nebeldurchzogene Wälder in der Abgeschiedenheit, erinnern nicht selten an das britische Horrorkino von Hammer, Amicus und Co. Zudem greift Curtis in der Regel auf Komponist Bob Cobert zurück, der es immer versteht, Spannung durch Klänge zu erzeugen. 

SCHLOSS DER VAMPIRE startet düster und braucht nicht lange, um Barnabas Collins auferstehen zu lassen. Mit seinem versehentlichen Wiedererwecker Willie hat Barnabas einen ersten Handlanger gefunden, der in zukünftig am Tage vertreten kann. Eine Vampirin folgt ebenfalls. Das typische Programm, was 1970 schon reichlich abgenagt war, wird hier also noch mal aufgeführt, zumindest lange Zeit. 

Neben Jonathan Frid, der als Barnabas eine richtig gute Vampir-Figur abgibt, die sich seriös und wie ein Gentleman zeigt, aber auch aggressiv und wütend werden kann, gibt es auch ein Wiedersehen mit vielen anderen Darstellern der Serie. 
Ab der Mitte kommt es zu einer Wendung, die durchaus interessant ist im Rahmen des Vampirfilms. Besteht doch die Möglichkeit einer Heilung des Vampirismus. Doch Curtis bleibt letztlich dem klassischen Rahmen des Vampirfilms treu, was die Inszenierung etwas verkümmern lässt. Immerhin kommt es zu einer sehr spaßigen Szene, in der eine Gruppe von Polizisten statt mit gezogener Knarre Kruzifixe in der Hand halten. 

Curtis hält die düstere Atmosphäre aufrecht und hin und wieder kommt es durchaus zu spannenden Momenten, aber Fans der Serie werden mit SCHLOSS DER VAMPIRE sicherlich mehr Spaß haben, da ihnen die Figuren vertrauter sind. Der Freund des Vampirfilms wurde 1970 mit Graf Yorga in JUNGES BLUT FÜR DRACULA jedenfalls besser bedient. 

(Bjoern Candidus)

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Night of Dark Shadows, 1971 – ★★→

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