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Dead of Night, 1977 – ★★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

MIT DER NACHT KOMMT DER TOD
(DEAD OF NIGHT, USA, 1977, Regie: Dan Curtis)

Der Produzent und Regisseur Dan Curtis, der geistige Vater der legendären TV-Serie DARK SHADOWS (1966-1971), wechselte nach seinem meisterlichen LANDHAUS DER TOTEN SEELEN (1976) wieder zurück ins Fernsehen, um nach TRILOGY OF TERROR (1975) einen weiteren Episodenfilm abzuliefern. 

Wie der Off-Sprecher des Films bereits ankündigt, erwartet den Zuschauer eine geheimnisvolle, eine fantasievolle und eine schreckliche Geschichte. Zumindest ist eine deutliche Steigerung in Sachen Spannung und Horror zu spüren. 
Die erste Folge, SECOND CHANCE, bietet eine wenig überzeugende, spannungsarme Zeitreise-Rückwerts-Geschichte mit einem Oldtimer aus dem Jahr 1926, die aufzeigt, was kleine Veränderungen für große Auswirkungen haben können. Das Curtis-typische ländliche Ambiente sorgt für eine Vertrautheit, der Inhalt erinnert an die TWILIGHT ZONE, dennoch ein müder Auftakt. Etwas düsterer und klar im Horror verankert ist die zweite Episode, NO SUCH THING AS A VAMPIRE. Hier wacht die holde Dame von Dr. Gheria immer wieder mit vampirischen Mahlen am Hals auf. Mit seinem Freund Martin und seinem Butler will er das Blutsauger-Problem lösen, doch dabei stößt er gleich auf zwei Probleme, die er lösen muss. Mit Patrick Macnee, Horst Buchholz und Elisha Cook Jr. wird man hier darstellerisch gut bedient und darf sich auf einen netten Twist freuen. Ein richtiges Highlight stellt die dritte Episode, BOBBY, dar. Inhaltlich bewegt man sich auf den Pfaden der Kurzgeschichte DIE AFFENPFOTE von W. W. Jacobs von 1902. Bei Curtis lässt eine Mutter ihren Sohn durch ein okkultes Ritual wieder auferstehen. Doch ihr geliebter Sohn, Bobby, führt anderes im Schilde, statt seine Mutter zu lieben. Hier schafft Curtis eine dichte Atmosphäre, sorgt für düstere Bilder, die in den besten Momenten die TV-Optik der vorherigen Episoden übertüncht und entfacht in den letzten 10 Minuten richtigen Terror, der im Finale an seine Robert Marasco Adaption LANDHAUS DER TOTEN SEELEN erinnert. Verstärkt wird dieses Gefühl, da auch hier Lee Montgomery an Bord ist. Das Curtis-Grusel-Feeling, was in den meisten seiner Horrorfilme zu spüren ist, wird erneut durch seinen Haus- und Hof-Komponist Bob Cobert verstärkt.

MIT DER NACHT KOMMT DER TOD hat seine Startschwierigkeiten, schmückt sich in den ersten beiden Episoden weder mit gruseliger Atmosphäre noch mit Spannung, zeigt sich aber mit der letzten von seiner besten Seite. Episoden-Horror-Mittelfeld von einer kleinen Legende. 

(Bjoern Candidus)

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