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Porno Holocaust, 1981 – ★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

PORNO HOLOCAUST
(Italien, 1981, Regie: Joe D’Amato)

Ein Doktor, eine Biologin, eine Zoologin und eine Kernphysikerin reisen mit Captain O’Day auf eine Insel, auf der Atombombentests stattgefunden haben. Aufgrund der Strahlung sind die dort ansässigen Tiere ungewöhnlich groß geworden, was die Wissenschaftler untersuchen wollen. Nur dumm, dass auf der Insel auch ein dauergeiler Mutant sein Unwesen treibt, der das neue Frischfleisch kaum erwarten kann.  

Joe D’Amato präsentiert Lecker und Bläserinnen auf der Insel der Lust! Nichts Ungewöhnliches im Œuvre des Italieners, und im Grunde das, was man auch erwartet. Leider gelingt D’Amato nicht die moderige Atmosphäre von IN DER GEWALT DER ZOMBIES (1980) zu wiederholen, den er kurz vorher ebenfalls in der Dominikanischen Republik drehte. Auch dort war bereits der Horror-Anteil gegenüber des Sex-Anteils sehr übersichtlich, was hier noch deutlicher ist, aber dort stimmt wenigstens der morbide Anstrich und man wird mit Zombies mit Pappmaschee-Köpfen beglückt. Wem die Hardcore-Versionen dieser Filme zu klebrig sind, kann sich aber in der Regel auch mit den Softcore-Versionen befriedigen. Doch neben viel Pimmelaction und Muschiverwöhnungen gibt es auch bei PORNO HOLOCAUST ein bisschen Horror-Zutaten, die allerdings frei von Spannung sind. Dafür sorgt ein sexgeiler Mutant, der auf der Insel wohnt und gierig auf sämtliche Körperöffnungen wartet, die er gerne so hart penetriert, dass die Damen manchmal das Zeitliche segnen. Leider übernimmt den Part des Stechers diesmal nicht George Eastman, wie bei IN DER GEWALT DER ZOMBIES, obwohl er auch hier am Start ist, sondern ein Irgendwer mit einem sehr dicken Penis und einem ziemlich billigen Make-up mit einer steckdosenartigen Nase. Überhaupt ist Eastman der einzige Stern am Himmel, der hier funkelt. Mark Shannons Aufgabe ist blankziehen und bumsen, was die Damen dankend (oder nicht) annehmen. Wer also keine Horror-Pornos mag, wird hier kaum Gefallen finden. Was aber wirklich sehr bedauerlich ist: die angeblich wegen Strahlung viel zu groß gewachsenen Tiere auf der Insel werden nicht gezeigt. Die hätten bestimmt richtig toll ausgesehen, bedenkt man die anderen „Highlights“ in dieser Produktion. Der Ausgleich kommt mit Nico Fidencos schönem Score. 

Wer an Pornos Gefallen findet, darf bei PORNO HOLOCAUST einen Blick riskieren, aber wer auf Horrorfilme steht, sollte andere Filme von Joe D’Amato schauen. 

(Bjoern Candidus)

←The Haunted House of Horror, 1969 – ★★★
Dead of Night, 1977 – ★★½→

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