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Evil Spirits, 1991 – ★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

HOUSE OF HORROR
(EVIL SPIRITS, USA, 1991, Regie: Gary Graver)

Ella Purdy betreibt eine Art Altenwohnheim, bei dem die Bewohner ihre Rentenschecks sofort eingezogen bekommen, damit so die Miete und die sonstigen anfallenden Kosten gedeckt werden. Eine geniale Idee, besonders für Ella. Doch nach und nach lässt Ella die Damen und Herren mit Hilfe ihrer Tochter und einem Kannibalen im Keller aus dem Leben treten. Sie vergräbt die Leichen im Garten und zieht die Rentenschecks weiter ein. Nicht nur unter den noch lebenden Gästen kommen langsam Zweifel auf bezüglich Ellas Freundlichkeit, sondern auch unter Lester Potts, dem Mann vom Sozialversicherungsamt.

Gary Graver, ein weiterer Herr mit Corman-Vergangenheit, der sich später im Sumpf der Sexfilme, die er drehte, Robert McCallum nannte, serviert hier einen kleinen Sonderling. Dafür schickt er Karen Black als Ella Purdy ins Rennen, die zusätzlich noch ihren George im Kopf hat, der ihr immer wieder sagt, was sie zu tun hat. Auch wenn Karen Black bessere Auftritte hatte, passt sie doch ganz gut in diesen bunten, schrägen, nicht ernstzunehmenden Horrorfilm. Neben Black gibt es hier noch Michael Berryman zu bewundern, der als Schriftsteller gerne durch Gucklöcher in andere Wohnungen blickt, Robert „Graf Yorga“ Quarry, Martine Beswick, Art Johnson und einige schon recht betagte Darsteller, was natürlich Sinn ergibt, wenn es um ein Altenwohnheim geht. Im Rahmen eines 90er-Jahre-Horrorfilms ist die Anzahl an alten Knochen schon ungewöhnlich hoch. Aber damit kommt auch Abwechslung auf, denn junge Leute beherrschten damals schon genug das Genre.

Auch wenn die Story nett ist, die verschrobenen Figuren Spaß machen und der ein oder andere Horror-Moment ganz gut ins Bild passt, ist der Mischmasch aus Spät-80er bis Früh-90er Ästhetik eher fürchterlich, wie in vielen DTV-Produktionen jener Tage.

HOUSE OF HORROR hat durchaus einen eigenen Charakter, der aber in seiner Gesamtheit zu unbeständig und unkontrolliert ist, um wirklich anzukommen.

(Bjoern Candidus)

←Spawn of the Slithis, 1978 – ★½
Detective Belli, 1969 – ★★★½→

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