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Spawn of the Slithis, 1978 – ★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

SLITHIS
(SPAWN OF THE SLITHIS, USA, 1978, Regie: Stephen Traxler)

In einer Wohnsiedlung bei L.A. kommt es zu einer Reihe von Hundemorden. Irgendwer scheint die Tiere zu verstümmeln und anschließend zu töten. Die Polizei glaubt an Ritualmorde, bis die ersten Menschen getötet werden. Während die Polizei im Dunklen tappt, ist ein ein Lehrer einer Highschool und ein befreundeter Biologe schon einen Schritt weiter. Sie glauben, dass ein in der Nähe gelegenes Atomkraftwerk die Ursache ist, welches vor Jahren ein Leck hatte, bei dem eines radioaktive Substanz ausgetreten ist. Damals konnte man die Angelegenheit vertuschen, doch die Vergangenheit holt die Gegenwart ein.

Willkommen in der Welt der Mann-im-Monsterkostüm-Filme! Nicht nur in den 1950er- und 60er-Jahren hatten Monster radioaktive Hintergründe, die sie nicht selten zu Riesen machten. Ein Jahr nach dem THE INCREDIBLE MELTING MAN (1977) durch außerweltliche Strahlungen weggeschmolzen ist, kam Stephen Traxler mit SLITHIS um die Ecke. Auf ein Riesenmonster muss hier allerdings verzichtet werden. 

Die Story um die radioaktive Substanz „Slithis“, die Lebensformen befällt und sie absorbiert, ist natürlich völliger Unsinn, der genau richtig ist. Anfänglich gibt es auch ein paar blutige Hunde- und Menschenleichen zu bestaunen, aber dann verkommt Traxlers Inszenierung zu einem äußerst öden Monsterfilm, in dem fast unentwegt geredet wird. Wenn es nicht gerade um wissenschaftlichen Quark zwischen dem Lehrer Wayne Connors (Alan Blanchard) und dem Biologen Dr. Erin Burick (J.C. Claire) geht, werden zahlreiche Leute von Schauplatz zu Schauplatz befragt. Ein Idiot reiht sich an den nächsten, und von schauspielerischen Qualitäten ist hier im Grunde jeder befreit. Die Inszenierung bleibt zwar so in Bewegung, tritt aber letztlich nur auf der Stelle, bis dann nach einer Stunde das eigentliche Monster endlich mal richtig auftaucht, nachdem man es anfänglich nur kurz in der Dunkelheit sehen konnte. Das Monster-Design ist durchaus sehenswert. Das Slithis-Monster ist eine Mischung aus Fisch-, Reptil- und Krustentier mit humanoider Form. Im letzten Drittel kommt es dann zu ein paar blutigen Angriffen, die sich aber im Rahmen halten; besagter THE INCREDIBLE MELTING MAN hatte auch in Sachen Gore weitaus mehr zu bieten. 

Viel Leerlauf, ödes Gerede, wenig Action und noch weniger Spannung machen SLITHIS zu einem langweiligen Monsterfilm, der lediglich kurz ein nettes Monster zu bieten hat. 

(Bjoern Candidus)

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