KÖNIG SALOMONS SCHATZ
(KING SOLOMON’S TREASURE, GB, Kanada, 1979, Regie: Alvin Rakoff)
Ein mysteriöses Amulett führt Allan Quatermain, Captain Good und Dr. Henry Curtis in eine unbekannte Region Afrikas, in der König Salomons Schatz zu finden sein soll. Dort stoßen sie nicht nur auf eine unbekannte menschliche Kultur, sondern auch auf längst ausgestorben geglaubte Tiere.
Alvin Rakoff (STADT IN FLAMMEN, 1979) wandelt auf H. Rider Haggards Spuren und schickt John Colicos als Quatermain auf die Suche nach Salomons Schatz, was leider nicht geglückt ist. Das fängt schon bei der unpassenden Besetzung der drei Abenteurer an. John Colicos (KAMPFSTERN GALACTICA, 1978), Patrick Macnee (DAS TIER, 1981) und David McCullum (DER UNSICHTBARE, 1975-1976) sind solide Schauspieler, aber niemand passt hier rein, keiner kann Sympathiepunkten sammeln. Colicos und Macnee sind zwei alte Griesgrame, während McCullum ein nerviges Blödel-Programm ablaufen lässt. Die Damen Britt Ekland (DER ZEUGE HINTER DER WAND, 1972) und Véronique Béliveau gehen geradezu unter. Ein bisschen Ausgleich kommt mit den wenigen Dinosaurier- und Riesenkrebs-Modellen. Nicht, dass die durch Qualität glänzen würden, aber sie besitzen immerhin einen Funken Charme. Abgerundet wird der Film mit billigen Tempelbauten und einem Vulkan. Die gesamte Inszenierung ist langweilig, frei von Atmosphäre und Spannung. Gegen Ende kommt es noch zu einer finalen Schlacht mit drittklassigen Schlacht-Szenen.
KÖNIG SALOMONS SCHATZ ist leider in fast jeder Hinsicht ein misslungener Abenteuerfilm. Wer sich die Story in schöner angucken möchte, dem sei J. Lee Thompsons QUATERMAIN – AUF DER SUCHE NACH DEM SCHATZ DER KÖNIGE (1985) mit Richard Chamberlain empfohlen, dort muss allerdings auf Monster verzichtet werden.
(Bjoern Candidus)
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