CHILDREN OF THE NIGHT
(USA, 1991, Regie: Tony Randel)
Nachdem in einer alten Krypta versehentlich der mächtige Vampir Czakyr erweckt wird, bittet Frank, ein Priester, seinen Bruder Mark um Hilfe. Czakyr scheint den Nachbarort Allburg als sein Jagdgebiet auserkoren zu haben. Doch es kommt noch schlimmer, denn die Bewohner des kleinen Städtchens sind bereits in Vampire umgewandelt worden.
Die zweite von drei Filmproduktionen des legendären US-Horror-Magazin Fangoria entstand unter der Regie von Tony Randel (HELLBOUND – HELLRAISER 2, 1988), der sich hier auf vampirische Pfade begibt.
Nach einer recht atmosphärischen Wiedererweckung des Vampirs Czakyr in einer gefluteten Krypta, wird die Inszenierung sehr schnell bunter und belebter. Man lernt die kleine Stadt Allburg und einige seiner Bewohner kennen. Hier werden einem dann auch sehr schnell die überzeichneten Figuren bewusst, die immer wieder zum Problem von CHILDREN OF THE NIGHT werden. Es scheint, als wäre sich Randel nicht ganz im Klaren gewesen, ob er nun einen düsteren Horrorfilm mit Vampiren oder eine Horror-Komödie drehen wollte. In den Horror-Momenten kann die Inszenierung durch ein paar richtig schöne Masken und Effekte der KNB FX Group überzeugen, und mit David Sawyer als Czakyr ist man soweit gut bedient. Gleiches gilt auch für Karen Black, die sich ebenfalls in einem Blutsauger verwandelt. Doch immer wieder werden die düsteren Szenen von unpassenden zerrissen, und die Anläufe von Spannung sind dahin. Ziemlich fad ist auch Peter DeLuise (21 JUMP STREET) als Lehrer, der hier mit seinen Helfern Allburg von Vampiren befreien soll. Die Story erinnert sehr an RETURN TO SALEM‘S LOT (1987) von Larry Cohen, der eine ganze Ecke besser ist. Erinnerungen werden auch durch den Score erweckt. Daniel Licht versucht hier nämlich ständig wie Christopher Young in HELLRAISER und seiner Fortsetzung zu klingen.
CHILDREN OF THE NIGHT ist ein Auf und Ab, und das macht Randels Film leider sehr anstrengend. Die nervigen Parts mit dämlichen Sprüchen von comicartigen Figuren überwiegen leider.
(Bjoern Candidus)
Schreibe einen Kommentar