DER EINZELKÄMPFER
(DEATH DIMENSION, USA, 1978, Regie: Al Adamson)
Dr. Mason erfindet eine Gefrierebombe, die eigentlich für Dürregebiete eingesetzt werden soll. Doch sein Auftraggeber, ‚The Pig‘, hat einen ganz anderen Plan. Er möchte die Bombe als Waffe verkaufen. Dafür muss er aber an die Formel von Dr. Mason kommen, die der wohlweislich auf einem Mikroship gespeichert hat, den er unter die Haut einer Frau implantiert hat. Der Doktor bringt sich um, die Frau flüchtet und ‚The Pig‘ lässt sie jagen, was wiederum Lt. Detective Ash auf den Plan ruft.
„Einmal Irgendwas mit allem, bitte.“
„Hier, nehmen sie DER EINZELKÄMPFER, der auch als KOMMANDO TODESFORMEL bekannt ist.“
Al Adamson hat es immer wieder zustande gebracht, mit geringem Budget und wenig Qualität, zu unterhalten. Filme wie ASTRO-VAMPIRE – TODESMONSTER AUS DEM ALL (1970) oder DRACULAS BLUTHOCHZEIT MIT FRANKENSTEIN (1973) sind einfach sympathische Filme, die bis heute von ihren B-Movie-Charme leben. Adamson hat sich aber nicht auf ein Genre festgelegt und so folgten neben Horrorfilmen auch Actionfilme, Dramen, Krimis und Thriller. Er bewegte sich auch im Blaxploitation-Kino, was in DER EINZELKÄMPFER sehr ersichtlich wird, wenn auch nicht ausschließlich. Mit Jim Kelly schickt er jedenfalls einen Schwarzen in die Rolle des Lt. Detective Ash, der hier mit seinem Kollegen Li (Myron Lee) in bester Bruce Lee-Tradition die Schurken wegfegen darf. Der Martial Arts-Fan wird bedient, ebenso Freunde von Autoverfolgungsjagden, Explosionen und Funkmusik (der Score ist abhängig von der Fassung). Aber auch Freunde von bekloppten Ideen kommen voll auf ihre Kosten. Die Kältebombe, die am Anfang einmal auf armselige Art demonstriert wird, ist schon ein starkes Stück Gagaismus, der Schlimmstes befürchten lässt, was den weiteren Verlauf des Films angeht. Doch mit DER EINZELKÄMPFER sitzt Adamson relativ gut im Regie-Sattel. Er lässt keine Minute vergehen, um den Zuschauer bei Laune zu halten. Regelmäßig versorgt er seine Inszenierung mit Energie. Die Energie wird natürlich in erster Linie durch die Darsteller und ihre kämpferischen Ausführungen erzeugt. Die Figuren sind comichaft, überzeichnet, aber sorgen dadurch auch für den meisten Spaß. Neben Jim Kelly dürfen auch kurz Aldo Ray und George Lazenby durchs Bild huschen, während Harold Sakata als Santo ‚The Pig‘ Massino den Hauptbösewicht mimen darf. Während seine Performance schnell vergessen ist, bleibt die seiner Alligatorschildkröte hängen. Mit Qualität zeichnet sich hier leider niemand aus, aber DER EINZELKÄMPFER verlangt auch keine darstellerischen Höchstleistungen, um zu erfüllen, was man bei solch einem Produkt erwartet.
Al Adamson liefert mit DER EINZELKÄMPFER einen actionreichen No-Brainer, der mit sämtlichen Mitteln aus allen Richtungen Spaß liefert.
(Bjoern Candidus)
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