FAHRT INS GRAUEN
(MR. WRONG, Neuseeland, 1986, Regie: Gaylene Preston)
Die neuseeländische Regisseurin und Filmproduzentin Gaylene Preston hat hier Elizabeth Jane Howards Geschichte MR. WONG adaptiert, in der es um den Geist einer ermordeten Frau geht, der in einem alten Auto wohnt, was sich eine andere Frau kauft, die fortan Kontakt aus dem Jenseits erhält.
FAHRT INS GRAUEN wurde im Schneckentempo inszeniert, sieht gut 10 Jahre älter aus als das Produktionsjahr verrät und schmückt sich nicht gerade mit Highlights. Hier hat man es mit einem ganz leisen Vertreter des Geisterfilms zu tun, der aus der Ruhe eine gewisse Kraft zieht. Gerade auf der Ebene der Atmosphäre wird hier mit Wenig wohliger Grusel erzeugt. Alles ist unaufgeregt, und unnötige Spuk-Effekte spart man sich. Grusel wird mehr durch Geräusche und dem zurückhaltenden Score von Jonathan Crayford entfacht.
Die mir durch die Bank unbekannten Darsteller sind sehr natürlich und unterstreichen den zurückhaltenden Charakter der Produktion.
Die Meisten werden FAHRT INS GRAUEN für stinklangweilig halten, ihn maximal als Einschlafhilfe benutzen. Und ja, hier passiert auch nicht viel, aber ich habe die Entschleunigung und die homöopathische Spannung genossen, die dem heutigen Geisterfilm fast völlig abhanden gekommen ist.
(Bjoern Candidus)
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