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Red Sundown, 1956 – ★★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

AUF DER SPUR DES TODES
(RED SUNDOWN, USA, 1956, Regie: Jack Arnold)

Nachdem der Revolverheld Alec Longmire den aus dem Gefängnis ausgebrochenen Bud Purvis vor dem Verdursten gerettet hat, geraten die beiden in einem Saloon in Schwierigkeiten. Dort erschießt Alec jemanden aus Notwehr. Die beiden flüchten und verstecken sich in einer Hütte. Doch der Bruder des Getöteten und seine Leute sind ihnen auf den Fersen. Es kommt zu einer Schießerei bei der Bud getötet wird. Alec kann sich hingegen verstecken und den Angreifern entkommen. Alecs Weg führt ihn nach Durango, wo er einen Job als Hilfssheriff annimmt, den die Stadt dringend nötig hat, denn der stinkreiche Rinderzüchter Henshaw lässt seine Macht und sein Geld spielen, um immer mehr Weidefläche einzunehmen, was die Menschen von Durango verhindern wollen. 

Neben seinen Monsterfilmen hat Jack Arnold (DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS, 1954) sich auch in anderen Genres bewegt und so auch eine Handvoll Western gedreht. 

Mit AUF DER SPUR DES TODES hat er einen handwerklich ordentlichen Film abgeliefert, der neben den obligatorischen Schießereien auch viel Inhalt zu bieten hat, und das bei einer Laufzeit von unter 80 Minuten. Arnold lässt keine Zeit verstreichen und startet nach Alecs Rettungsaktion von Bud in einen actionreichen ersten Akt. Nach der tödlichen Notwehraktion von Alec im Saloon, widmet man sich dann den Charakteren von Alec und Bud, die über ihre Lebensauffassung sprechen, bevor es zu einer Belagerungsszene, mit einem kreativen Ausgang (sich selbst ein Grab zu schaufeln, um einen Brand zu überleben) kommt. Danach setzt sich die Inszenierung und die Stadt Durango und ihre Umstände werden vorgestellt. 

AUF DER SPUR DES TODES macht einige Themen auf. Es gibt ein Versprechen, was Bud von Alec einfordert, aber nicht gehalten wird, es geht um Macht, Unterdrückung und dem Kampf um Weideland mit den üblichen Figuren wie dem Rinderzüchter Henshaw (Robert Middelton) und dem Revolvermann Chet Swann (Grant Williams), der die Nemesis von Alec wird. Der von Zweifeln geplagte Alec wird von Rory Calhoun dargestellt, der eine ganz gute Figur macht. Sein Kurzzeitkollege Bud wird von James Millican verkörpert. Dean Jagger ist als Sheriff Jade Murphy am Start. Die Besetzung ist insgesamt passend, doch unter dem Strich konnten mich die Figuren mit ihren Problem kaum mitnehmen. Alles sieht ordentlich aus, keine Frage, auch handwerklich hat man es mit versierten Händen zu tun, die einen soliden Filmen gezaubert haben, dennoch war ich inhaltlich unbeeindruckt, teilweise sogar gelangweilt. Sehr nervig fand ich den trompetenlastigen Score von Hans J. Salter, der teilweise auch nach Arnolds Monsterkino klang. Von Morricone, Nicolai und Konsorten ist man jedenfalls meilenweit entfernt, aber man ist hier ja auch im US Kino.

AUF DER SPUR DES TODES hat durchaus Qualitäten zu bieten, ist aber insgesamt etwas zu steif und geschwätzig, was die anfängliche Spannung schnell schwinden lässt. 

(Bjoern Candidus)

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