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Buried Alive, 1990 – ★★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

BURIED ALIVE – LEBENDIG BEGRABEN
(BURIED ALIVE, USA, 1990, Regie: Frank Darabont)

Joanna Goodman ist ihren Ehemann Clint leid. Sie betrügt ihn bereits seit längerem mit Dr. Cortland Van Owen. Der legt ihr nahe, Clint einfach zu vergiften, um so an sein Erbe zu kommen. Anfangs hat sie noch Zweifel, aber schließlich entscheidet sie sich, ihren Ehemann, mit dem Gift umzubringen, was sie von Cortland bekommen hat. Doch der diagnostiziert Herzstillstand erweist sich als Fehler. Das Gift hat seine tödliche Wirkung verfehlt, und so steht Clint aus dem Grabe auf, um sich an seiner Frau und ihrem Liebhaber zu rächen.

Frank Darabonts erster Langfilm ist ein TV-Thriller, der mit einer ganz netten Story aufwartet, die allerdings inhaltlich manchmal etwas an der Logik kratzt. Menschen im späten 20. Jahrhundert für tot zu erklären, obwohl sie es gar nicht sind, lässt sich nur schwer nachvollziehen. Und ein längerer Aufenthalt in einem Leichensack müsste jedem den Atem rauben, und von dem Sarg, in dem Clint beerdigt wird, möchte ich erst gar nicht anfangen. Hat man diese Ungereimtheiten geschluckt, wartet ein halbwegs solider Thriller auf einen, der mit Jennifer Jason Leigh als Joanna, Tim Matheson als Clint, William Atherton als Cortland und Hoyt Axton als Sheriff Eberly grundsätzlich gut besetzt wurde. Dennoch sind es gerade die Figuren von Leigh und Atherton, die kein Klischee auslassen, um das typische 90er-Jahre Bösewicht-Pärchen zu verkörpern. Der Racheplan von Clint, das Haus zu einem Gefängnis zu konstruieren, ist kein schlechter Einfall, dennoch wäre die ganze Inszenierung im Rahmen einer Folge von GESCHICHTEN AUS DER GRUFT besser aufgehoben gewesen, die zu dieser Zeit sehr erfolgreich im Fernsehen lief. 

Für einen TV-Rahmen sieht BURIED ALIVE im Grunde ganz gut aus und es gibt durchaus ein paar spannende und garstige Momente. 
Dennoch bleibt ein unschöner Beigeschmack, der vor allem durch die Darsteller und Logiklöcher zustande kommt. 

(Bjoern Candidus)

←Coogan’s Bluff, 1968 – ★★★★
Across the River, 2013 – ★★½→

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